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Denny Neidhardt beantwortet Fragen


Denny Neidhardt vom Blog und YouTube-Kanal rethink-p2p.de war so nett, mit mir für diesen Blog ein schriftliches Interview zu führen.

Denny Neidhardt ist 31 Jahre jung und kommt aus Berlin. Auf seinem P2P Kredite Blog hilft er anderen Investoren dabei, die richtigen Anlageentscheidungen im Bereich der Geldanlage P2P Kredite (Werbelink) zu treffen. Dafür analysiert er die Geschäftsmodelle einzelner P2P Plattformen, hinterfragt deren Entwicklungen und teilt seine persönlichen Erfahrungen. In seiner re:think P2P Kredite Community auf Facebook versammeln sich bereits mehr als 600 Privatanleger und auf YouTube folgen ihm bereits mehr als 4.200 Investoren.

Die im Interview enthaltenen Links zu den genannten Plattformen sind Affilate-Links (Werbelinks), mit dessen Nutzung zur Anmeldung Ihr Denny und seine Arbeit unterstützt. Bitte beachtet diesbezüglich auch die unten stehenden Hinweise zur Haftung für Links und zum Datenschutz.

Frage: 
Wie bist Du auf die Anlageklasse P2P-Kredite aufmerksam geworden? 

Antwort: 
Zu P2P Krediten bin ich im September 2017 durch einen Online-Kongress gekommen. Da ging es im weitesten Sinne darum, wie man mit digitalen Geschäftsmodellen Geld verdienen kann. Zum Beispiel mit Affiliate Marketing, FBA, KDP, e-Commerce oder das T-Shirt Business. 

Es gab aber auch einzelne Vorträge zu digitalen Investments, wozu auch P2P Kredite gehört haben. Dabei bin ich dann hängen geblieben und habe gleich nach wenigen Wochen meine ersten Investments getätigt.

Frage: 
Was hat Dich dazu bewegt, einen YouTube Kanal zu starten? 

Antwort: 
Im Kern war es die Möglichkeit, mit meinen Themen sofort eine größere Reichweite zu bekommen. Der Blog und meine Artikel standen anfänglich bei mir im Fokus. Aber bis man eine gewisse Sichtbarkeit bei Google bekommt, dauert es schon eine gute Zeit. 

Außerdem ist Suchmaschinenoptimierung zwar ein spannendes aber auch ein sehr komplexes Thema. Der Aufbau einer Reichweite geht mit YouTube einfach schneller. Daher habe ich parallel auch Videos zu den Artikeln aufgenommen. 

Frage:
Woher beziehst Du immer die aktuellen Informationen? 

Antwort: 
Unterschiedlich. Ein erster Anhaltspunkt sind immer die Blogartikel und die Newsletter der einzelnen P2P Plattformen. Worüber schreiben sie? Was gibt es neues? Darauf aufbauend schaue ich mir die Themen dann etwas genauer an und mache mir meine Gedanken dazu. 

Außerdem schaue ich gerne bei ein paar internationalen Blogs vorbei oder lese mal im P2P Kredite Forum von Klaus Lehmann mit, was gerade diskutiert wird. 

Frage: 
Worauf sollten Anleger im P2P-Bereich Deiner Meinung nach besonders achten? 

Antwort: 
Ein Thema, für welches ich immer wieder versuche zu sensibilisieren, ist die „Plattform-Diversifikation“. Aus meiner Sicht wurde hier ein Mythos geschaffen, wie man sich effektiv vor Risiken bei P2P Investments schützen kann. 

Diversifikation ist zwar auf mehreren Ebenen sinnvoll und kann Risiken minimieren, aus meiner Sicht aber nicht im Konstrukt, dass man deshalb aus Prinzip bei jeder P2P Plattform investiert. Qualität muss das Credo sein, nicht Quantität. 

Frage: 
Seit wann investierst Du in P2P-Kredite? 

Antwort: 
Seit Oktober 2017. Bondora (Werbelink) und Mintos (Werbelink) waren meine beiden ersten P2P Plattformen.

Frage: 
Auf wie vielen Plattformen bist Du Investiert? 

Antwort: 
Aktuell sind es sechs P2P Plattformen: Bondora (Werbelink), NEO Finance (Werbelink), Mintos (Werbelink), Debitum Network (Werbelink), VIAINVEST (Werbelink) und EstateGuru (Werbelink). Auf meiner Blog Seite „Mein P2P Portfolio“ kann man auch jeden Monat nachlesen, wo ich aktuell mit wie viel Geld investiert bin.

Frage: 
Wenn eine neue Plattform auf den Markt kommt, woran versuchst Du zu erkennen, wie seriös diese Plattform ist?

Antwort: 
Ganz ehrlich: Wenn ich Wind von einer neuen P2P Plattform bekomme, arbeite ich nicht sofort meine „Ist-die-Plattform-jetzt-seriös-oder-nicht“-Checkliste ab. Ich nehme es zur Kenntnis und mache ganz normal weiter. Viele glauben manchmal, dass ich zu allem und jeder Plattform eine Meinung habe. Oder haben muss. Das ist aber weit gefehlt. 

Wenn sich etwas über einen längeren Zeitraum bewährt hat und das externe Interesse immer größer wird, dann schaue ich mir das Thema etwas genauer an. 

Eine Ausnahme wäre für mich, wenn es sich dabei um ein Geschäftsmodell mit einem innovativen Charakter handelt. So wie seiner Zeit bei Debitum Network (Werbelink), wo ich den Zusammenhang mit der Blockchain und einer dezentralisierten P2P Plattform verstehen wollte. 

Frage: 
In welchen anderen Anlageklassen bist Du noch investiert? 

Antwort:
Ich bin seit 2017 Immobilieneigentümer von einem kleinen Einfamilienhaus im südlichen Speckgürtel von Berlin. Das Haus wird aktuell als Kapitalanlage vermietet. Im Sommer 2018 habe ich auch meine ersten Aktien gekauft. Hier gibt es noch viel zu lernen für mich. Langfristig sehe ich einen Großteil meiner Investments in dieser Anlageklasse. 

Frage: 
Wie siehst Du die Zukunft des P2P Marktes?

Antwort:
Der P2P Sektor ist ein hochspannendes Feld und ich denke, dass das Investieren in Privatkredite zukünftig ein fester Bestandteil einer jeden Asset Allocation sein wird. Das Kreditgeschäft ist einfach extrem lukrativ und durch die Disruption in der Finanzbranche haben erstmals auch Privatanleger die Chance davon zu profitieren.

Aber wie immer: Da wo viel Licht ist, zieht es immer auch Motten an. Besonders in unregulierten Märkten sollten Anleger sehr vorsichtig sein und genau hinsehen. Ich erwarte auf jeden Fall noch einiges an Bewegung in Zukunft, bevor es zu einer echten Konsolidierung kommen wird. 

Frage:
In einigen Foren und YouTube Videos berichtet man von der Idee, einen Kredit aufzunehmen, um das Geld in P2P-Kredite zu investieren. Persönlich halte ich davon nichts. Wie siehst Du das? 

Antwort:
Mit einem Fremdkapitalhebel kann man seine Eigenkapitalrendite natürlich ordentlich steigern. Bei Immobilienfinanzierungen ist das ja in der Praxis bereits fest verankert. Bei P2P Krediten würde ich vorsichtig sein. Aber wer über genügend finanzielle Ressourcen verfügt, kann damit sicherlich mal herumspielen. Für den klassischen Privatanleger ist es aber eher nicht geeignet. 

Ich selbst habe mal ein 10.000 Euro Darlehen in P2P Kredite investiert. Auf meinem Blog kann man nachlesen, was nach einem Jahr herausgekommen ist. 

Frage:
Für wie sicher hältst du das Investieren in P2P-Kredite?

Antwort:
Nichts ist im Leben sicher, außer der Tod.

Frage: 
Hast Du durch die Insolvenzen von einigen Plattformen wie zum Beispiel Lendy irgendwelche Konsequenzen für Dich gezogen und Dein Anlageverhalten geändert? 

Antwort:
Ich schaue weniger auf einzelne Events als viel mehr, wie sich der Markt insgesamt entwickelt. Ich sehe P2P Kredite als ein vorwiegend anti-zyklisches Investment zum Konjunkturzyklus an. Sollten wir also in eine Rezession abdriften, fahre ich meine P2P Investments lieber zurück und baue dafür andere Positionen auf.

Frage: 
Hast Du auch schon mal Geld durch P2P verloren? 

Antwort:
Im direkten Sinne: Nein. Indirekt natürlich schon. Über mein Auto Invest bei Bondora werden jeden Monat mehr und mehr Kredite abgeschrieben. Insofern sind das natürlich reale Verluste. Auch bei Mintos stehen schon einige uneinbringliche Forderungen im Account. Aber man sollte das pragmatisch sehen: Es gehört halt dazu! 

Frage:
Einige Leute behaupten ja, man würde als P2P-Investor die Verschuldung vorantreiben. Was hältst Du von diesem Vorwurf? 

Antwort: 
Man kann sicherlich viel über Ethik und Moral streiten, keine Frage. Aber man muss es auch hier differenziert betrachten. Was machst Du mit Kreditnehmern, die keinen Zugang zu klassischen Bankkrediten bekommen? Mit Unternehmen, denen eine Finanzierung verweigert wird? 

Am Ende sind Nicht-Banken Kreditgeber und P2P Plattformen eine sinnvolle Alternative, um Unterfinanzierungslücken zu schließen, die je nach Land und Branche unterschiedlich groß sein können.

Übrigens muss das nicht immer zwangsläufig zu schlechteren Konditionen sein. Manchmal schaffen P2P Plattformen nicht nur ein schnelleres, sondern sogar auch ein besseres Angebot, um zum Beispiel bestehende Darlehen günstiger umzuschulden. 

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Disclaimer:

Als Hobbyanleger schreibe ich lediglich über meine Erfahrungen und zeige verschiedene Möglichkeiten des Investierens auf. Ich fordere niemanden zu irgendeiner Art der Investition auf oder gebe Empfehlungen. Ich betreibe keine Anlageberatung. Der Handel mit Wertpapieren, P2P-Krediten, Crowdfunding und anderen zinsbringenden Anlagen ist mit starken Risiken verbunden und kann im Extremfall zum Totalverlust führen. Jeder ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich. Über einige bereitgestellte Affiliate-Links bekomme ich Provisionen. Durch das Registrieren über Affilate-Links gibst Du Deine Daten den jeweiligen Betreibern weiter. Auch für Inhalte externer Links übernehme ich keine Haftung.

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