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Das Zinszüchter eBook als Artikel


Am 01. September 2020 wird der Zinszüchter-Blog ein Jahr alt. Aus diesem Anlass veröffentliche ich heute das Zinszüchter eBook als Artikel. Viel Spaß beim Lesen.

Inhaltsverzeichnis

Vorwort: Was ist Zinszüchter?
Investieren in ETF
Worauf man bei der ETF-Auswahl achten sollte
Die Bedeutung der ETF-Namen
Wie viele ETFs brauche ich?
Der Zinseszinseffekt
Der Crash kommt
Die Schwankungen im Depot reduzieren
Investieren auf Pump
Das magische Dreieck der Vermögensanlage
Zehn Börsenweisheiten
Der Cost Average Effekt
Rebalancing - die Wiederherstellung der Ursprungsgewichtung
Sieben häufige Finanzfehler
Wie viel Risiko verträgt dein Depot?
Was passiert bei einer Bankenpleite mit meinen Anlagen?
Investieren in P2P-Kredite
P2P in der Corona-Krise
Disclaimer

Vorwort: Was ist Zinszüchter?

Die meisten Sparer schwören auf ihr Sparbuch bzw. Tagesgeldkonto, obwohl es hierfür quasi keine Zinsen mehr gibt. Durch die Inflation wird der Wert des Gesparten immer weniger, aber trotzdem beschäftigen sich viele nicht mit anderen Anlageklassen.

„Aktien? Das ist doch Zockerei und viel zu gefährlich. Außerdem ist das nur etwas für reiche Leute“ „ETF? P2P? Hab ich noch nie was von gehört, das kann nichts sein.“ Bitcoin? Damit kauft man doch Waffen und Drogen.“

Das scheint so die weit verbreitete Meinung über die genannten Anlageformen zu sein.
Wenn überhaupt mal Geld angelegt wird, dann höchstens über einen Bankberater.
Selbstverständlich müssen auch die Bankberater Geld verdienen und verkaufen natürlich nur Produkte aus dem eigenen Hause. Kaum ein Sparkassenberater wird jemanden zur Volksbank schicken, oder umgekehrt.
Der Investor zahlt meistens einen relativ hohen Ausgabeaufschlag + jährliche Gebühren, welche bei aktiv gemanagten Fonds selbstverständlich höher sind, als wenn man passive Fonds (ETFs) hält.

Das ist keine Kritik an Banken und deren Mitarbeiter, schließlich möchte jeder für seine Arbeit bezahlt werden.

In diesem eBook und auf dieser Seite möchte ich Euch Möglichkeiten zeigen, Euer Geld selber anzulegen.

Bevor Ihr investiert, stellt bitte sicher, dass Ihr genügend Reserven auf einem Tagesgeldkonto, Sparbuch oder sonstige „risikofreien“ Anlagen habt.
Somit kommt Ihr nicht in Bedrängnis, wenn mal das Auto oder die Waschmaschiene kaputt geht.

Häufig liest man von einer Faustregel, welche besagt, man sollte ca. drei Monatsgehälter bei Seite legen.

Persönlich halte ich von so einer Pauschalisierung nichts, sondern sehe es individuell.
Ein Single in einer kleinen Mietwohnung braucht weniger Reserven als ein Familienvater mit Eigenheim.

Mein Tipp:
Rechnet Euch Euer Worst-Case-Szenario aus und packt vorsichtshalber nochmal 10 – 20 % drauf.

Investieren in ETF

Immer häufiger hört und liest man über ETFs. Um Euch einen kleinen Einblick über diese Anlageart zu verschaffen, beschreibe ich das Produkt so einfach wie möglich.

Um es für Anfänger verständlich darzustellen, gehe ich in diesem Artikel nicht in die Tiefen des Themas, sondern gebe legendlich einen groben Einblick, um diese Anlageklasse vorzustellen:

ETF steht für „exchange-traded fund“ (börsengehandelter Fonds)
Die Auswahl verschiedener ETFs ist sehr groß. Auch wenn es ETFs über andere Anlageklassen gibt (Rohstoffe, Immobilien, Anleihen usw.) schreibe ich heute über Aktien-ETFs.
Diese Fonds bilden Indizes ab (z. Bsp. den DAX). Würde man ein DAX-ETF kaufen, hätte man Aktienanteile von allen 30 Unternehmen, die im Dax gelistet sind.
Durch die passive Art (investieren nach Marktkapitalisierung) sind ETFs i.d.R. wesentlich preiswerter als ein aktiv gemanagter Fonds. Warum dann nicht einfach ein DAX-ETF? Um das Risiko zu minimieren, sollte man wesentlich breiter über verschiedene Branchen und Länder investieren.
Die meisten ETF-Sparer sparen auf einen weltweit gestreuten ETF, den sogenannten MSCI World. MSCI steht für Morgan Stanley Capital International.
Der MSCI World spiegelt die Entwicklung von über 1.600 Aktien aus 23 Industrieländer nach Marktkapitalisierung wieder. Somit ist das Risiko auf rund 1600 Unternehmen verteil. Die aktuelle Aufteilung eines MSCI World (Stand 13.09.2019) sieht wie folgt aus:

Branchen:
25,16 % IT-Software (Telekommunikation und Int..
17,35 % Finanzdienstleistungen
16,48 % Sonstige Konsumgüter
12,35 % Gesundheitsdienstleistungen
10,48 % Industrie
8,450 % Energie
3,630 % Rohstoffe
3,380 % Immobilien
1,240 % Konglomerate
0,650 % Liquidität
0,510 % Sonstige Versorger
0,320 % übrige Bestandteile

Unternehmen:
2,47 % Microsoft Corp
2,37 % APPLE INC
1,83 % Amazon.com Inc
1,10 % Facebook Inc
0,92 % Alphabet Inc
0,88 % Alphabet Inc
0,87 % JPMorgan Chase & Co
0,85 % Johnson & Johnson
0,85 % Nestle SA
0,78 % Visa Inc
87,1 % übrige Positionen

Viele nehmen dazu noch einen Schwellenländer-ETF den MSCI Emerging Markets, welcher rund 800 weitere Unternehmen beinhaltet, oder gleich eine „All-in-one-Lösung“, den MSCI All Country World (rund 2400 Unternehmen aus Industrie- und Schwellenländer). Es gibt noch zig verschedene Varianten, aber das würde es jetzt unnötig verkomplizieren.

Worauf Ihr bei der Auswahl eines ETFs achten solltet, könnt Ihr hier nachlesen.

Das sparen in ETF-Sparplänen ist schon ab 25 Euro monatlich möglich.
Man muss nicht reich sein, um von der Weltwirtschaft zu profitieren. Man kann selbstverständlich Einmalanlagen tätigen, oder einen Sparplan eröffnen. Viele Broker bieten einen Sparplan schon ab 25 Euro monatlich an.

Viele sagen, mit einem Sparplan profitiert man vom Cost average effect (Durchschnittskosteneffekt).
Dieser besagt, man steigt nicht zum teuersten Zeitpunkt in den Markt ein, sondern kauft jeden Monat für die gleiche Summe neue Anteile. So Kauf man mal teurer und mal billiger ein.

Worauf muss ich achten?
Es gibt einige Dinge, die Ihr beachten solltet: Zum einen die Kosten (TER und TD), Soll der ETF ausschüttend sein (Teil der Gewinne ausschütten), oder thesaurierend (alle Gewinne gleich wieder anlegen)? Soll der ETF physisch kaufen oder swappen? Auch die Fondgröße sollte man im Auge haben.
Mit dem MSCI World lässt sich breit über Länder und Branchen streuen, um ein Klumpenrisiko zu vermeiden (nur deutsche Aktien, nur Technologie-Aktien usw).

Wertpapierhandel ist immer mit Risiken verbunden. Aber ohne Risiko keine Rendite.
Denkt dran: Ihr habt keine Verluste gemacht, wenn der Kurs mal fällt und Ihr nicht verkauft (es sind nur sogenannte Buchverluste). Erst wer mit Verlust verkauft, hat die Nerven verloren und Verluste realisiert. Wer durchhält, wird bestimmt über lange Zeit belohnt. Wer in ETFs investiert, sollte einen langen Anlagezeitraum mitbringen (mind. 10 Jahre).

Worauf man bei der ETF-Auswahl achten sollte

Die Auswahl an verschiedenen ETFs ist groß. Daher möchte ich Dir ein paar Tipps geben, worauf Du bei der ETF-Auswahl achten solltest. 
Natürlich kenne ich Deine Strategie nicht und kann Dir nicht sagen, welcher ETF am besten zu Dir passt. Dennoch solltest Du die folgenden Begriffe und deren Bedeutungen kennen.

Der Index:
Als erstes sollten wir uns über den Index Gedanken machen. Möchten wir nur in einem bestimmten Land investieren, zum Beispiel in Deutschland, würde ein DAX-ETF Sinn machen. Möchten wir nur in eine bestimmte Branche investieren, zum Beispiel in die Technologie-Branche, würde ein Tech-ETF passen. Aber als Leser des Zinszüchter-Blogs weißt Du ja, dass man breit streuen sollte. Zumindest als Basis-Instrument sollte man auf einen Fonds setzen, welcher mehrere Branchen in mehreren Ländern beinhaltet. Also käme ein MSCI World (eventuell ACWI und/oder imi) in Frage, oder ein FTSE All World oder ein Solactive GBS Developed Markets (zum Beispiel über dem Amundi Index Solutions Prime Global UCITS ETF - DR USD DIS ETF)
Die Begriffe der merkwürdig klingenden Namen werden weiter unten genauer erklärt.

Ausschüttend oder thesaurierend?
Als nächstes solltest Du Dir überlegen, ob Du lieber ab und zu Ausschüttungen haben möchtest, oder ob alle Gewinne immer sofort automatisch wieder angelegt werden sollten.
Beide Varianten haben ihre Reize. Bei einem ausschüttenden ETF kannst Du, sofern noch vorhanden, leichter Deinen Sparer-Freibetrag ausschöpfen. Bei Singles liegt dieser heute (Februar 2020) in Deutschland bei 801 Euro, bei Ehepaaren bei 1602 Euro. Solltest Du in einem anderen Land leben, müsstest Du Dich dort erkundigen.
Außerdem kann man Ausschüttungen als eine Art Belohnung dafür sehen, dass Du Dein Geld angelegt hast. Du siehst quasi heute schon, dass Du dafür auch etwas bekommst. Einigen Leuten helfen Ausschüttungen wohl auch, Krisenzeiten leichter zu überstehen.
Bei thesaurierenden ETFs hast Du zum einen den Vorteil des Zinseszins-Effekts, zum anderen brauchst Du Dich um die Wiederanlage irgendwelcher Ausschüttungen nicht kümmern. Wie stark der Zinseszins-Effekt wirkt, kannst Du in diesem Artikel lesen.

Die Kosten:
Viele schauen bei den Kosten nur auf die TER. Diese Abkürzung steht für Total Expense Ratio und bedeutet Gesamtkostenquote. Darin enthalten sind sämtliche Verwaltungsgebühren und Betriebskosten des ETFs. Transaktionskosten, welche Du bei Deinem Broker hast, fallen hier nicht mit rein. 
Man sollte allerdings nicht nur auf die TER achten, sondern auch auf die TD (Tracking Difference). Diese besagt, wie genau ein ETF sein zugrunde liegenden Index abbildet.

Die Replikationsmethoden:
Die Replikationsmethoden beschreibt, wie der ETF den zugrunde liegenden Index nachbildet. Hierbei unterscheiden wir von physisch, optimiertes Sampling oder synthetisch.

Physisch :
Bei der physischen Replikationsmethode kauft der ETF-Anbieter die enthaltenen Wertpapiere 1:1 nach.

Optimiertes Sampling:
Hierbei werden nicht alle Wertpapiere 1:1 nachgekauft, sondern eine repräsentative Auswahl an Wertpapieren. Das macht man, um Kosten zu sparen.

Synthetisch:
Bei der synthetischen Replikationsmethode schließt der ETF-Anbieter einen Vertrag mit einem anderen Finanzinstitut ab. Das Finanzinstitut verpflichtet sich, dem ETF im Tausch gegen eine Gebühr die Indexrendite zu gewährleisten.
Einen synthetischen ETFs nennt man auch Swap-ETF. Dieses Vorgehen soll die Kosten minimieren. Allerdings besteht bei Swap-ETFs ein Kontrahenten-Risiko. Das Kontrahenten-Risiko besteht darin, dass der Tauschpartner pleite gehen könnte. Um das Risiko einzudämmen, sind die Tauschpartner verpflichtet, mindestens 90% durch Sicherheiten abzudecken. Näheres über das Kontrahenten-Risiko könnt Ihr hier lesen.

Das Fondsvolumen:

Ist das Fondsvolumen zu klein, kann es passieren, dass der ETF vom Anbieter vom Markt genommen wird, oder dass der zu kleine ETF mit einem anderen ETF verschmolzen wird.
Über die Mindestgröße eines ETFs liest man verschiedene Meinungen, Die Seite extraetf.com schreibt darüber: "Experten gehen davon aus, das erst ab einem Fondsvolumen von mindestens 50 Mio. € ein ETF wirtschaftlich betrieben werden kann. Bei einem Fondsvolumen von mehr als 100 Millionen Euro gilt die Wirtschaftlichkeit so gut als gesichert".

Die Währung:
Einige Anleger stören sich daran, wenn ein ETF nicht in Euro, sondern in anderen Währungen, wie zum Beispiel US-Dollar aufgelegt ist. Man möchte kein Währungsrisiko haben. Andere Anleger sehen das nicht so eng und meinen, dass ein Währungsrisiko auch eine Währungschance sein kann. Über das Währungsrisiko hat justetf.com in diesem Artikel ausführlich geschrieben.

Sparplanfähigkeit:

Nicht jeder ETF ist bei jedem Broker sparplanfähig. Solltest Du nach den oben genannten Kreterin ein ETF gefunden haben und möchtest ihn besparen, solltest Du bei Deinem Broker nachsehen, ob dieser auch dort besparbar ist. Ist das nicht der Fall, kannst Du Dir entweder einen anderen Broker suchen, oder einen anderen ETF. Monatliche Direktkäufe könnten (je nach Broker) zu sehr hohen Gebühren führen.

Die Bedeutung der ETF-Namen

Viele Anfänger tun sich schwer darin, den richtigen ETF zu finden.
Jetzt hat man sich endlich soweit informiert, dass man sich sicher ist, ein Sparplan auf den MSCI World starten zu wollen und dann merkt man, dass es zig MSCI World ETFs gibt. Und alle diese ETFs haben so komische Namen, wie zum Beispiel "iShares Core MSCI World UCITS ETF – USD ACC" oder "Lyxor MSCI World UCITS ETF - Dist"

Was bedeuten diese komischen Bezeichnungen und welchen ETF sollte man jetzt nehmen?

Der Name eines ETFs setzt sich, je nach ETF, aus vier oder fünf Bestandteilen zusammen. Bei den oben genannten ETFs hat der Lyxor vier Bestandteile und der iShares fünf . Das liegt daran, dass der iShares ein Core-ETF ist und somit den Core als Basis-Palette beinhaltet (was ein Core-ETF ist, könnt Ihr hier lesen).

Das sind die Bestandteile eines ETF-Namens: Anbieter, Basis-Palette, Index, regulatorische Hinweise, und Merkmale der Anteilsscheinklasse.
Um Euch die Zusammenstellung und die Bedeutungen zu erläutern, nehmen wir als Beispiel den iShares Core MSCI World UCITS ETF – USD ACC

1. Der Anbieter: iShares
iShares kommt aus dem Hause Blackrock , weitere gängige Anbieter sind Lyxor (Société Génerale), Xtrackers (DWS) oder Comstage (Comdirect),

2. Die Basis-Palette: Core
Die Begriffe „Core” oder „Prime” deuten auf Untergruppen der Angebotspalette des Anbieters (zum Beispiel iShares) hin. Solche ETFs sind in der Regel sehr preiswert.

3. Der Index: MSCI World
MSCI World ist ein Index, welcher alle Industrieländer weltweit mit rund 1600 Unternehmen abdeckt. Andere Indizes wären zum Beispiel der DAX (die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften), S&P 500 (die 500 größten amerikanischen Unternehmen) oder der STOXX Europe 600 (die 600 größten europäischen AGs), . Sollte der Zusatz TR, NR oder TNR dabei stehen,steht das für Total Return bzw Net Return und beschreibt ob der Wert des Fonds vor noch nach Steuern angegeben wird.



4. Regulatorische Hinweise: UCITS ETF
Die UCITS-Richtlinien halten eine Reihe von Anforderungen fest, die Anlagefonds in Europa zum Schutz der Privatanleger erfüllen müssen.
Wer die UCITS-Richtlinien nachlesen möchte, kann dies hier tun.

5. Merkmale der Anteilsscheinklasse: USD ACC.
USD bedeutet, dass der Fonds in US Dollar aufgelegt ist.
ACC steht für accumulating = thesaurierend (es wird nichts ausgeschüttet, sondern sofort wieder automatich angelegt)
.
Gibt es bei anderen ETFs den Zusatz hedged ist damit gemeint, dass der Fonds währungsgesichert ist.
Ausschüttende ETFs werden mit D, Dis, oder Dist. für distribution abgekürzt.
Thesaurierende ETFs werden mit C oder Acc für accumulating gekennzeichnet.
DR steht für direkte Replikation.
Das Domizil wird nur dann im Namen angegeben, wenn es hervorgehoben werden soll. ETFs mit Fondsdomizil Deutschland kennzeichnen ETF-Anbieter mit DE
Gehebelte ETFs erkennt man an dem Zusatz „Leveraged”, „Double” oder „2x” im Namen. 
Steht "Short" im Namen, so setzt der ETF auf fallende Kurse. Von gehebelten oder Short ETFs würde ich als Buy and Hold Anleger die Finger lassen.

Wie viele ETFs brauche ich?

Immer wieder lese ich in verschiedenen Foren die Frage, ob man zu seinem bestehenden ETF-Portfolio nicht noch mindestens einen weiteren ETF hinzunehmen sollte.

Die meisten ETF-Sparer haben das „Grundportfolio“ 70% MSCI World (Industrieländer) und 30% MSCI EM (Emerging Markets = Schwellenländer) oder einen MSCI ACWI (All Country World Index = Industrie- und Schwellenländer).

Jetzt kommen häufig Fragen wie:
„Mir ist die USA zu stark gewichtet, soll ich nicht noch einen Eurostoxx hinzunehmen“ oder „wäre es nicht sinnvoll auch Smallcaps (Nebenwerte) hinzuzunehmen“.
Da man aus den Fragen herauslesen kann, dass sich der Fragesteller offensichtlich mit seinen ETFs beschäftigt hat und bewusst mehr Europa oder ein paar Smallcaps hinzufügen möchte, könnte es, je nach seiner Strategie, tatsächlich Sinn machen, einen weiteren ETF zu seinem Grundportfolio dazu zu nehmen.

Lese ich aber:
„Ich habe ein MSCI World und möchte den Nasdaq 100 oder den S&P 500 dazu nehmen“ möchte ich schon gerne darauf hinweisen, dass die USA schon über die Hälfte des MSCI World ausmachen (Stand Oktober 2019: 60,7%).

Mit dem MSCI World hat man über 1600 verschiedene Unternehmen. Nimmt man noch einen MSCI EM hinzu, welcher über 800 weitere Unternehmen verfügt, ist man in über 2400 Unternehmen investiert. Ist das nicht diversifiziert genug?

Es gibt sehr viele ETFs über Länder und Sektoren verteilt.
Viele versuchen noch etwas mehr aus Ihren ETFs rauszukitzeln, indem sie „Automation & Robotics“ oder „Cyber Security“ kaufen.
Man glaubt, damit in die Zukunft zu investieren. Alles schön und gut, aber sind Zukunftslorbeeren nicht schon eingepreist?

Auch ich habe anfänglich im Optimierungswahn mal diesen und mal jenen ETF hinzugekauft.
Am Ende stellt man aber fest, dass viele gleiche Werte in mehreren ETFs vorhanden sind und man keine vernünftige Strategie oder Gewichtung hat. So hat man zum Beispiel Apple oder Microsoft in drei verschiedenen ETFs in seinem Portfolio.
Außerdem wird es bei mehreren ETFs auch aufwendiger, alles jährlich zu rebalancen (Rebalance: Ursprungsgewichtung wieder herstellen, z. Bsp. 70 % MSCI World und 30 % MSCI EM).Wie das Rebalancing funktioniert, erfährst Du nachher.

Würde ich heute noch mal von vorne anfangen, würde ich nach der „keep-it-simple-Strategie“ machen und einfach einen MSCI World ACWI nehmen (alternativ das Konkurrenzprodukt FSTE All World von Vanguard) oder den Arero, über den ich hier bereits berichtet habe.
Es gibt auch ETFs mit der Endung imi, zum Beispiel den MSCI World Investable Market Index (IMI), in dem auch Smallcaps enthalten sind, aber ob man das braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Kernaussage dieses kurzen Artikels soll sein:

Mach es nicht zu kompliziert.
Verschwende keine Zeit mit dem Überlegen, wie Du anfangen sollst, sondern fange einfach an.
Auch die Suche nach dem besten ETF wirft Dich nur zurück.
Natürlich sollst Du vergleichen und verstehen, in was Du investierst, aber den perfekten ETF, welcher auch morgen noch der beste Fonds ist, wirst Du nicht finden.
Heute ist der ETF ABC kostenlos besparbar und relativ günstig, nächstes Jahr fliegt er aus der kostenlosen Aktion raus und ETF XYZ wird kostenlos besparbar.
Es wird immer wieder neue Produkte geben, aber das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden.

Der Zinseszinseffekt

Heute schreibe ich über ein häufig unterschätztes Thema, den Zinseszinseffekt.

Was der Zinseszinseffekt ist und welche Auswirkung er hat, versuche ich anhand folgendem Beispiel zu erklären. Der Einfachheit und Übersichtlichkeit halber habe ich eventuelle Gebühren und Steuern in den Rechenbeispielen nicht mit berücksichtigt.

Anna hat 10.000 Euro und legt diese zu einem festen Zinssatz von 5% jährlich für 10 Jahre an.
Sie lässt ihr Geld und ihre Zinsen zehn Jahre unberührt. Nach zehn Jahren sind aus ihren 10.000 Euro 16.288.,95 Euro geworden, also 6288,95 Euro mehr als sie ursprünglich angelegt hat.

Paul legt ebenfalls 10.000 Euro für zehn Jahre zu einem festen Zinssatz von 5% jährlich an. Allerdings entnimmt er jedes Jahr die Zinsen.
5% von 10.000 Euro sind 500 Euro. Demnach bekommt Paul 10 jahrelang 500 Euro jährlich, also ist sein Gewinn nach zehn Jahren 5.000 Euro.

Aber wie kann es sein, dass Anna 6.288,95 Euro Gewinn gemacht hat und Paul nur 5.000 Euro? Warum hat Anna 1.288,95 Euro mehr bekommen?
Schließlich haben doch beide den gleichen Betrag eingezahlt und beide gleichlang das Geld zum gleichen Zinssatz angelegt.

Das liegt am Zinseszinseffekt.
Während Paul jedes Jahr auf seine 10.000 Euro 5% Zinsen bekommen hat, lief es bei Anna folgendermaßen:

Im 1. Jahr hat sie auf ihre 10.000 Euro 5 % Zinsen bekommen, und ist bei 10.500 Euro.
Im 2. Jahr hat sie auf 10.500 Euro 5 % Zinsen bekommen, und ist bei 11.025 Euro.
Im 3.Jahr hat sie auf 11.025 Euro 5 % Zinsen bekommen, und ist bei 11.576,25 Euro.
...und so weiter und so fort.

Dadurch, dass Anna ihre Zinsen nicht wie Paul entnimmt, sondern angelegt lässt, bekommt sie nicht nur auf ihre eingezahlten 10.000 Euro Zinsen, sondern auch auf die schon angefallenen Zinsen.
Weil Anna ihre 500 Euro Zinsen, die sie im ersten Jahr erwirtschaftet hat, nicht abgehoben hat, bekommt sie im zweiten Jahr auf ihre eingezahlten 10.000 Euro und auf die 500 Euro Zinsen, also auf 10.500 Euro wieder 5% Zinsen.
Bei Paul wurden im zweiten Jahr nur seine 10.000 Euro verzinst, aber nicht die 500 Euro, die er im ersten Jahr bereits erwirtschaftet hat.

Ein weiteres Beispiel, welches die Relevanz des Zinseszinseffekts aufzeigen soll:
Petra startet ein Sparplan auf eine Anlage mit 5% festen Zinsen ohne Ausschüttungen.
Sie zahlt über einen Zeitraum von 30 Jahren jeden Monat 100 Euro ein.
Nach 30 Jahren bekommt sie 81.885,88 Euro ausbezahlt
Obwohl sie gerademal 36.000 Euro eingezahlt hat, bekommt mehr als das doppelte.wieder raus.
Alleine an Zinsen und Zinseszinsen hat sie 45.885,88 Euro bekommen.

Natürlich müsste man noch Steuern und eventuelle Gebühren bei diesen Rechnungen mit berücksichtigen, aber dafür haben wir auch mit einem moderaten Zinssatz von 5% gerechnet.
Der historische Zinssatz eines MSCI World ETF ligt bei 7,13% (Quelle homemade-finance.de)

Wer den Zinseszins zu seiner persönlichen Situation ausrechnen möchte, kann dies ganz einfach mit dem Zinseszins-Rechner auf zinsen-berechnen.de machen.

Der Crash kommt

Seit der letzten Finanzkrise prophezeien immer wieder irgendwelche Fondsmanager oder Börsengurus den nächsten großen Crash.
Unser Vermögen wird sich mindestens halbieren, wir werden alle arbeitslos und der Euro ist schon lange nicht mehr real existent.

Sicher gab es die ein oder andere Korrektur, welche aber nicht mit einem richtigem Crash verwechselt werden sollte.
Letztendlich kann ich mich auch hinstellen und behaupten, es wird regnen, es wird Weihnachten und wir werden alle sterben. Das sind einfach Tatsachen, die eintreffen werden.

Der Aktienrebell hat mehrere Prognosen und Realitäten seit 2009 auf seiner Seite aufgegliedert.
So zitiere ich: "2009 Roland Leuschel prophezeit im Februar nach der Finanzkrise 2008 direkt den nächsten Börsencrash: Der DAX werde sich nochmal halbieren, von 4.000 auf 2.000 Punkte stürzen. 
Was geschah danach? 
Das Tief lag bei 3.666 Punkten, der Jahresschlussstand bei 6.000 Punkten.
Dirk Müller, der wohl bekannteste deutsche Börsenexperte, schrieb im Januar 2009 in seinem Buch 'Crashkurs': "Aktien und Aktienfonds gehören in diesen unsicheren Zeiten einfach nicht ins Depot." . (Quelle aktienrebell.de). Die komplette Auflistung könnt Ihr hier nachlesen .

Fakt ist: Es wird sicher irgendwann zum nächsten Crash kommen. Fakt ist aber auch, dass keiner weiß, wann der nächste Crash kommt. Und noch ein Fakt ist, dass jeder, der die letzten 10 Jahre auf den nächsten Crash gewartet hat, um dann zu investieren, eine ganze Menge Kursgewinne verpasst hat. Nicht umsonst gibt es den Börsenspruch "Time in the market beats timing the market".

Da diese Seite für langfristige Anleger geschrieben ist, sollte uns ein Crash nicht weiter nervös machen. Zugegeben, auch ich bin noch nicht crasherfahren und weiß heute auch nicht genau, wie gelassen oder nervös ich bei einem Kurseinbruch von 50%  oder gar mehr sein werde, aber je mehr Anlagezeit wir mitbringen, umso weniger sollte uns ein Crash beunruhigen.
Angenommen, wir fangen heute an zu investieren, was interessiert uns dann ein eventueller Crash in beispielsweise drei Jahren? Nur das Ergebnis, welches wir in 15 Jahren haben werden, sollte uns interessieren.
Kommt es zu einem Crash, wäre der größte Fehler, sein Depot mit Verlust aufzulösen. Das Gegenteil wäre sinnvoller: Nachkaufen.

Wie bereite ich mich auf ein Crash vor?
Richtig vorbereiten kann man sich wahrscheinlich nicht und jeder muss sich seine eigene Strategie entwickeln, hinter der er auch stehen kann.
Ich persönlich versuche sehr breit zu streuen. Neben ETFs habe ich verschiedene Aktien aus verschiedenen Ländern und verschiedenen Branchen.
Außerdem investiere ich neben Aktien und ETFs auch in P2P-Kredite, einen minimalen Betrag in verschiedene Kryptowährungen und (obwohl ich davon selber nicht viel halte, aber zum diversifizieren) in ein Anleijhen-ETF. 
Zudem habe ich noch eine betriebliche Altersvorsorge und natürlich Tagesgeld.
Zur weiteren Diversifikation spiele ich mit dem Gedanken, noch Immobilien in Form von EstageGuru oder Bulkestege zu investieren.
Auch Edelmetalle fehlen noch in meinem Depot, weil sie mir einfach zu langweilig sind. Dass ich diese Sichtweise überdenken sollte, weiß ich aber auch und werde mit wohl demnächst ein kleinen Teil physisches Gold und Silber in Form von Münzen besorgen.

Die Schwankungen im Depot reduzieren

Gerade die letzte Februarwoche und die erste Märzwoche 2020 waren die Märkte recht turbulent und man konnte in den Facebook-Foren viele Posts lesen, in denen die Verunsicherung einiger Investoren deutlich zu erkennen war.
Solltest auch du dich unwohl bei solchen Schwankungen fühlen, empfiehlt es sich die Volatilität (Schwankungen) im Depot zu verringern. Dazu habe ich folgende Ratschläge für dich:

Breit streuen

Bei der Auswahl deiner Aktien solltest du auf eine breite Streuung achten. Streue am Besten über verschiedene Branchen und Länder. Setzt du alles nur auf Technologiewerte (indem du zum Beispiel nur Apple, Facebook Microsoft usw. im Depot hast) und gerade diese Branche einen größeren Rücksetzer erleidet, trifft es dein Depot härter, als wenn du in verschiedene Branchen investierst (Konsumgüter, Immobilien, Finanzdienstleistungen usw,).
Das Gleiche gilt auch für Länder. Investierst du nur in deutsche Aktien, bist du komplett auf die deutsche Wirtschaft angewiesen. Wenigstens als Basis würde ich ein Welt-ETF nehmen.

Überprüfe deine Risikobereitschaft

Hälst du die Schwankungen kaum aus, hast du wahrscheinlich deine Risikobereitschaft falsch eingeschätzt. Es ist extrem wichtig, nicht zu viel zu investieren, denn wenn du in unruhigen Zeiten Nachts nicht mehr schlafen kannst, besteht die Gefahr, dass du irgendwann dein komplettes Depot mit Verlust auflöst. Über die Risikobereitschaft habe ich in diesem Artikel ein paar Zeilen  geschrieben.

MSCI World Minimum Volatility

Sind auch die Schwankungen eines herkömmlichen MSCI World-ETF zu stark für dich, könntest du über den MSCI World Minimum Volatility nachdenken. in diesem ETF sind nicht alle rund 1600 Unternehmen des gewohnten MSCI World drin, sondern eine erlesene Auswahl derer Unternehmen, Der ETF versucht, die Volatilität der Aktien zu prognostizieren. Durch eine Optimierungstechnik werden zusätzliche Risikokriterien wie z. B. Mindest- und Höchstgewichtungen auf Unternehmens-, Länder- oder Branchenebene eingesetzt. Natürlich schwankt auch dieser ETF, aber nicht so stark wie der ursprüngliche MSCI World.

Der Arero Weltfonds

Anstelle eines oder mehrere ETFs könnte man sich auch für den Arero Weldfonds entscheiden. Dieser investiert zu 60% in Aktien, 25% in Anleihen und 15% in Rohstoffe. Die Gesamtkostenquote ist mit 0,5% etwas teurer, als wenn man den Fonds selber mit ETFs nachbastelt, aber man braucht kein Rebalancing betreiben. Über den Arero Weltfonds habe ich in diesem Artikel geschrieben.

Ein Teil des risikobehafteten Geldes in Bondora Go & Grow

Um es gleich am Anfang deutlich zu betonen: Auch wenn man bei Bondora Go & Grow keine Schwankungen spürt oder wahrnimmt, sind auch dort Risiken vorhanden. Es handelt sich bei diesem Produkt immer noch um P2P. Ich zähle diese Möglichkeit nur mit auf, weil es in diesem Artikel um die Minimierung der Schwankungen geht und man die Schwankungen bei Bondora Go & Grow (bis jetzt zumindest) nicht mitbekommt. Aufgrund der Risiken von P2P sollte man diese Assetklasse aber nur als kleine Beimischung nutzen. Was Bondora Go & Grow ist, kannst du in diesem Artikel lesen.

Staatsanleihen

Nicht jeder ist ein Fan von Staatsanleihen und ich muss zugeben, mich auch nicht viel mit dem Thema Staatsanleihen beschäftigt zu haben. Wer unter 100.000 Euro "sicher" anlegen möchte, kann auch auf das Tagesgeldkonto zurückgreifen, denn bis zu dieser Summe greift der Einlagensicherungsfonds. Wer hingegen mehr als 100.000 Euro "sicher" anlegen möchte, kann auf Staatsanleihen mit dem Rating AAA zurückgreifen, muss aber tatsächlich bei einigen Staatsanleihen sogar Minuszinsen in Kauf nehmen. Natürlich gibt es auch Staatsanleihen, bei denen man positive Renditen erwarten kann, diese haben aber in der Regel eine schlechtere Bonität.

Nicht ständig ins Depot schauen

Leichter gesagt als getan, ich weiß. Auch ich gehöre zu denen, die öfter mal nach den Kursen schauen, aber eigentlich macht man sich in schlechten Börsenphasen doch nur verrückt damit. Wenn mein Depot zwischenzeitlich ins Minus rutscht, ändert ein ewiges ins Depot schauen auch nichts. Wer langfristig anlegt, dem sollten die aktuellen Kurse eigentlich egal sein. Was in zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ist, ist entscheidend.

Natürlich gibt es noch mehr Möglichkeiten, wie beispielsweise Häuser oder Edelmetalle. Gerne kannst du weitere Vorschläge in die Zinszüchter-Facebook-Gruppe schreiben.

Investieren auf Pump

Immer wieder wird in manchen Foren die Frage gestellt, ob man nicht die Niedrigzinsen nutzen sollte, um ein günstigen Kredit aufzunehmen und das geliehene Geld anlegen sollte (man spricht auch von hebeln). Die Meinungen in den Kommentaren gehen dann meist weit auseinander.
Das meine Meinung jetzt die Richtige ist, kann ich natürlich auch nicht behaupten, dennoch möchte ich hierüber gerne ein paar Zeilen schreiben.

Investiert man in Immobilien (nicht über Crowdfunding wie zum Beispiel EstageGuru oder Bulkestage, oder einen REIT-ETF) sondern klassisch, in dem man Wohnungen kauft, um diese zu vermieten, ist es meiner Meinung nach völlig normal und in den meisten Fällen für Privatanleger unumgänglich, ein Kredit hierfür zu benutzen Außerdem hat man zum Kredit den Gegenwert der Immobilie.
Macht man sich selbstständig, investiert man auch Geld und kommt man in der Regel auch nicht um die Aufnahme eines Kredits drumrum.
Es gibt viele weitere Beispiele, wo ein Kredit zur Investition sinnvoll sein kann, zum Beispiel Investitionen in Bildung wie BAföG oder Weiterbildung, aber nicht alle Investitionen sollten auf Schulden aufgebaut sein.

Es gibt auch Anlageklassen, die meiner Meinung nach nicht via Kredit gehebelt werden sollten.
Hier ein paar Beispiele mit Begründung:

Aktien:
Häufig wird argumentiert, dass Aktien über lange Sicht steigen werden. Das ist auch das gewünschte Ziel der Anleger und trifft in vielen Fällen zu. Und wer diesen Blog gelesen hat, wird auch nicht sein Geld in eine einzige Aktie stecken, sonder breit streuen, in dem er viele verschiedene Aktien oder ein ETF kauft um das Risiko zu streuen.
Trotzdem hat man mit einem Kredit Verbindlichkeiten, welche monatlich bedient werden müssen.
Während die Aktienkurse schwanken und auch mal ins Minus rutschen, sind die zu zahlenden Raten jeden Monat gleich.
Man könnte noch sagen, man wählt die Aktien so geschickt, dass jeden Monat genug Dividenden kommen, um damit den Kredit zu bedienen, aber auch da ist man darauf angewiesen, dass jedes Unternehmen im Portfolio über die gesamte Kreditlaufzeit auch weiterhin die volle Dividende zahlt.

ETF:
Die Argumentation, warum man kein Kredit für den Erwerb von ETF aufnehmen soll, ist identisch mit dem, was ich bei Aktien geschrieben habe: Auch hier gibt es Kursschwankungen und die Ausschüttungen werden nicht für die Zukunft garantiert.

P2P-Kredite:
Einige schreiben in Foren, dass sie ein Kredit für 0,x% aufgenommen haben, um das Geld in P2P-Kredite zu investieren.
Der Gedanke dahinter ist fast zu schön um wahr zu sein: Man muss fast nichts für sein Kredit zahlen und bekommt 9-12% Zinsen von den P2P-Plattformen. Frei nach dem Motto: "Viele Plattformen geben eine Rückkaufgarantie, also kann doch nichts mehr schiefgehen".
Man sollte nie vergessen, dass P2P mit hohen Risiken behaftet ist. Selbst eine Rückkaufgarantie ist keine hundertprozentige Sicherheit. Es sind auch schon Plattformen in Schieflage geraten.
Das Beispiel von Lendy (nicht zu verwechseln mit Lenndy) zeigt, dass auch eine P2P-Plattform in die Insolvenz geraten kann. Zum Glück werden die Investoren weiterhin auf der Homepage von Lendy auf dem Laufenden gehalten. Dass gibt Hoffnung, dass die Investoren wenigstens noch ein Teil ihres Geldes wiedersehen werden.
Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin auch selbst in P2P investiert und habe relativ großes Vertrauen in einige Plattformen, wie zum Beispiel Bondora und Mintos.
Bondora gibt es schon über zehn Jahre und Mintos ist europäischer Marktführer. Außerdem bieten beide Plattformen Anlagemöglichkeiten, in denen man bei guter Verzinsung schnell wieder an sein Geld kommen kann (Bondora Go & Grow bzw. Mintos Invest & Access. Viele nennen es Tagesgeldersatz, ist es aber nicht. Man hat keine Einlagensicherung, es ist immernoch P2P..
Lange Rede kurzer Sinn, nimmt man einen großen Betrag bei der Bank auf, um diesen in P2P zu investieren und die Plattform geht pleite, kann man (je nach Summe) Haus und Hof verlieren.

Crowdfunding:
Viele Plattformen und Startups sammeln Geld von Investoren, um ein Projekt zu starten.
Zum Beispiel gibt es ein Startup, das Geld einsammelt, um ein möglichst CO2-neutrales Elektroauto zu bauen (den Namen des Unternehmens schreibe ich hier nicht, weil das Unternehmen aktuell starke Schwierigkeiten hat und ich nicht möchte, dass jemand durch meine Seite auf das Unternehmen aufmerksam wird).
Hier winken meistens hohe Zinsen, aber scheitert das Projekt, kann man sich in den meisten Fällen wohl von seinem Geld komplett verabschieden.
Es kann sehr lukrativ sein, einen kleinen Teil seines Portfolios in Startups zu investieren, aber dafür würde ich niemals ein Kredit aufnehmen.
Bei Immobilien-Crowdfunding, wie zum Beispiel Estageguru oder Bulkestage, stehen wenigstens noch Immobilien als Gegenwert da, aber auch hier sind hohe Risiken und auch hierfür sollte man meiner Meinung nach kein Kredit aufnehmen.

Edelmetalle:
Edelmetallen wie Silber und Gold dienen meiner Meinung nach der Beimischung zur "Beruhigung" des Portfolios. Zudem sind sie beliebt als "krisensichere Währung" und in Form von Münzen auch Sammlerobjekte. Auch Schmuck oder Besteck, Pokale und so weiter haben eine hohe Beliebtheit bei vielen Sammlern und Anlegern.
Ob man hierfür ein Kredit aufnehmen möchte, muss man selber wissen. Das Risiko ist bei dieser Anlage relativ gering und man hat ein Gegenwert, aber ich persönlich würde mir hierfür kein Kredit aufnehmen.

Es gibt sicher noch viele weitere Anlagemöglichkeiten, bei denen man sich über die Sinnhaftigkeit eines Kredites zur Investition streiten kann. Letztendlich muss ja auch jeder selbst entscheiden, wie viel Risiko er eingehen möchte, aber denkt bitte daran: Wer seine Chancen hebelt, hebelt auch sein Risiko.
Außerdem gilt beim Investieren immer noch der Grundsatz, dass man genügend Reserven auf einem Tagesgeldkonto, Sparbuch oder sonstige „risikofreien“ Anlagen haben sollte, um nicht in Bedrängnis zu kommen, wenn mal das Auto oder die Waschmaschine kaputt geht. Dieser Grundsatz widerspricht auch dem Investieren auf Kredit.

Das magische Dreieck der Vermögensanlage

In diesem Artikel möchte ich Euch das magische Dreieck zur Vermögensanlage vorstellen.
Jede Geldanlage hat seine Vor- und Nachteile. Festgeld gilt als sicher, an sein Tagesgeld kommt man schnell ran, also gilt es als liquide und Aktien sind gewinnbringend, also rentabel.
Das magische Dreieck der Vermögensanlage beschreibt die verschiedenen Kriterien der Geldanlage: Rentabilität, Sicherheit und Liquidität.
Die Rentabilität sagt aus, wie viele Zinsen man auf seine Anlage bekommt.
Bei der Sicherheit spricht man vom sicheren Erhalt des Vermögens.
Mit Liquidität meint man die Schnelle der Verfügbarkeit.

Beispiele:

Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Girokonto:

Das Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Girokonto ist sehr liquide und in unserem Dreieck ganz unten etwas weiter rechts wiederzufinden. Das Geld ist hierzulande durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. und schnell verfügbar.
Allerdings nimmt der Wert des Geldes durch die Inflation und die Nullzins-Politik stätig ab.

Festgeldkonto :

Das Festgeldkonto würde ich unten links einordnen. Es ist weder rentabel, noch liquide, da man eine bestimmte Zeit nicht an sein Geld rankommt, aber die Zinsen sind wenigstens etwas höher als auf dem Tagesgeldkonto. Somit kann man der Inflation etwas entgegenwirken (allerdings in den meisten Fällein nicht vollständig).
Auch das Festgeld ist hierzulande durch den Einlagensicherungsfonds geschützt

Aktien und ETF:

Aktien und ETF gehören weiter oben auf die rechte Seite des Dreiecks. Über lange Sicht gesehen werfen sie in der Regel Gewinne ab und sind somit durchaus rentabel. Da man Aktien zu jeder Zeit (Börsenplatz Handelszeit) veräußern kann, sind sie zudem bedingt liquide. Ich schreibe bedingt, da man seine Wertpapiere zwar jederzeit verkaufen kann, aber nicht jeder Zeitpunkt ein guter Zeitpunkt zum verkaufen ist. Schließlich möchte man ungerne mit Verlust verkaufen.
So schätze ich P2P-Kredite ein:

Die typischen P2P-Kredite sind der oberen Mitte des Dreiecks zuzuordnen.
Man hat eine hohe Rentabilität mit höherem Risiko und wenig Liquidität, es sei denn, man verkauft seine Kredite auf dem Zweitmarkt.
Bei Bondora Go & Grow oder Mintos Invest & Acsess wird im Normalfall von einer hohen Liquidität und hohen Renditen gesprochen. Das vermittelt auch das Gefühl von mehr Sicherheit, aber es sind immer noch P2P-Kredite.

Wer nicht weiß, was P2P-Kredite sind, kann sich gerne diesen Artikel durchlesen.

Natürlich gibt es noch viel mehr Geldanlagen und jede findet seinen Platz in diesem Dreieck, aber diese Beispiele sollten reichen, um Euch das magische Dreieck der Vermögensanlage aufzuzeigen. 

Das magische Viereck:

Fügt man als weitere Kriterie einen sozialen / ökologischen Punkt hinzu (ethisches Investment), redet man vom magischem Viereck der Vermögensanlage.

Zehn Börsenweisheiten

Heute möchte ich einmal zehn Börsenweisheiten nennen und meine Meinung darüber äußern, ob diese für uns als passive Investoren und buy and hold-Anleger von Bedeutung sind.

1. Hin und her macht Taschen leer.

Damit ist gemeint, dass ein ständiges kaufen und verkaufen von Wertpapieren Kosten verursacht.
Zum einen gibt es die Ordergebühr, zum anderen fallen auf Gewinnmitnahmen Steuern an.
Für buy and hold Anleger sollte diese Börsenweisheit uninteressant sein, denn er überlegt sich erst seine Strategie und kauft dann Wertpapiere, denen er lange treu bleiben möchte.
Vielleicht ändert man seine Strategie noch einmal, weil die ersten Käufe durch Anfängerfehler nicht ganz glücklich waren, aber dann steht das Konzept in der Regel.

2. Sell in may and go away

Der Spruch baut auf die Beobachtung auf, dass sich die Aktienkurse in den Sommermonaten oftmals schlechter entwickeln, als im Rest des Jahres.
Als Wiedereinstiegspunkt wird der September empfohlen. So erweitern einige Börsianer die Weisheit mit "but remember to come back in September".
Da die beobachtete Entwicklung nicht jedes Jahr statt findet und es dem passiven Ansatz des Investierens widerspricht, ist diese Börsenweisheit für buy and hold Anleger zu vernachlässigen.

3. The trend is your friend

Damit ist gemeint, dass ein Börsentrend länger besteht, als dass er sofort wieder umschlägt und man dem Kurs folgen soll. Befindet sich ein Wertpapier im Aufwärtstrend, soll es gekauft werden und im Abwärtstrend wieder verkauft. Geht es einem Unternehmen gut und der Kurs steigt stetig, macht es Sinn, sich das Unternehmen genauer anzusehen. Aber ich würde niemals nur aufgrund des Chartverlaufs eine Aktie als langfristige Anlage kaufen. Fundamental sollte man sich auch mit dem Unternehmen beschäftigen.
Gerade buy and hold Anleger verkaufen nicht in jedem Abwärtstrend ihre Aktien oder ETFs und kaufen sie im Aufwärtstrend wieder zurück.

4. Nicht ins fallende Messer greifen

Es kommt wohl mal vor, dass ein gutes Unternehmen, welches man schon länger im Auge hat und eigentlich stabil läuft, plötzlich stark im Kurs fällt.
Wenn Unternehmen X jahrelang überwiegend nur den Kurs nach oben kennt (übliche Schwankungen ausgeschlossen) und plötzlich von einem Tag auf den anderen von 100 Euro auf 80 Euro fällt, meinen einige Anleger, sofort kaufen zu müssen.
Doch meistens hat so ein Kursverfall auch einen Grund. Als der Kurs von Facebook 2018 eingebrochen ist, lag das nicht daran, dass sich die Börse gesagt hat "wir machen mal ein Sonderangebot, heute ist Facebook in der Werbung", sondern am Datenskandal.
Auch Wirecard hat seine Aktien nicht verschenkt, sondern die Financial Times hat mehrmals negativ über das Unternehmen berichtet. Zudem fällt der Kurs oftmals auch noch mehrere Tage weiter.
Also sollte man erstmal recherchieren, warum der Kurs eingebrochen ist, bevor man blind loskauft.
Diese Weisheit kann für buy and hold Anleger interessant sein, denn auch einige buy and hold Anleger kaufen ja mal gelegentlich eine Aktie hinzu.

5. Nicht alle Eier in einen Korb legen

Damit ist gemeint, dass man seine Investitionen breit streuen sollte.
Steckt man sein ganzes Geld in nur eine Aktie, ist der Erfolg der Anlage zu 100% vom Erfolg des Unternehmen abhängig. Geht das Unternehmen insolvent, ist das Geld weg.
Also empfiehlt es sich, möglichst breit zu streuen, zum Beispiel mit einem ETF.
Auch über die Anlageklassen hinweg kann man gut streuen. Man kann neben Aktien auch in P2P-Kredite, Rohstoffe, Anleihen, Edelmetalle und Immobilien investieren.
Diese Börsenweisheit trifft besonders auf buy and hold Anleger.

6. If you can`t stand the heat, stay out of the kitchen

Wenn du die Hitze nicht aushältst, bleib von der Küche weg. Damit ist gemeint, dass man sich nicht in eine Lage begeben sollte, dessen Druck man nicht Stand hält.
Als Anleger an der Börse sollte man seine Risikobereitschaft kennen und nicht panisch mit Verlust verkaufen, wenn es mal rumpeliger zugeht.
Diese Weisheit gilt für alle Anleger.

7. Stocks take the stairs up and the elevator down

Hier wird gesagt, dass die Aktienmärkte langsam steigen, aber schnell fallen.
Viele Anleger bekommen Panik, sobald ihre Aktien zu fallen beginnen.Also verkaufen sie in einem fallendem Markt. Professionelle Anleger beginnen zu shorten. Dadurch fallen die Kurse noch stärker. So eine Situation führt zum Dominoeffekt und die Kurse fallen noch weiter. Ein Beispiel von lynxbroker.de: "Der S&P 500 stieg von Mitte 2017 bis Ende 2018 von rund 2.400 Punkten auf über 2.900 Punkte. Dieser Anstieg dauerte somit mehr als ein Jahr. Der Rückgang von knapp 2.900 auf rund 2.400 Punkte dauerte dann allerdings nur von Anfang Oktober bis Ende Dezember 2018, also nur knapp 3 Monate."
Als buy and hold Anleger sollten wir gar nicht so oft ins Depot schauen und solche Phasen aussitzen.

8. Buy the dip

Hiermit ist gemeint, dass man nach einem Kursrücksetzer kaufen soll.
Prinzipiell eine tolle Sache, aber wann ist der Rücksetzer vorbei und widerspricht diese Weisheit nicht dem Ratschlag, nicht in ein fallendes Messer zu greifen?
Für alle mit einem monatlichen Sparplan in einem breit gestreuten ETF ist diese Weisheit uninteressant.

9. TINA

TINA steht für "There is no Alternative" Aufgrund der Niedrigzinsen sind Tagesgeld, Festgeld oder gar Sparbücher keine gewinnbringende Anlage mehr. Somit wird der Aktienmarkt für Sparer, welche Rendite erzielen möchten, (abgesehen von P2P, Crowdfunding, Bitcoin usw.) alternativlos.

10. Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen

Viele Anleger neigen dazu, ihre Gewinne schnell zu realisieren, weil sie Angst haben, dass der Kurs "heiß gelaufen" ist und lassen ihre Verluste weiter ins negative laufen, weil sie hoffen, dass sich der Kurs bald wieder erholen wird.
Der Lynxbroker rät auf seiner Seite: "Wenn Sie hingegen Ihre gewinnbringenden Trades laufen lassen und Ihre verlustbringenden Trades schneller beenden, erzielen Sie langfristig eine erheblich bessere Rendite. Wenn Sie 5 mal 10% gewinnen und 5 mal 5% verlieren, werden Sie trotzdem einen Gewinn erzielen, obwohl Sie lediglich bei 50% Ihrer Investitionen richtig lagen. Umgekehrtes Verhalten führt entsprechend zu Verlusten."
Für buy and hold Anleger ist diese Börsenweisheit vernachlässigbar.

Der Cost Average Effekt

falschen Zeitpunkt an der Börse (also zu teuer) kauft. 
Das die Kurse an der Börse schwanken, ist uns allen bewusst.
Möchte man für einen höheren Betrag eine Aktie oder einen ETF kaufen, läuft man immer Gefahr, an einem Höchststand zu kaufen und danach erst einmal ins Minus zu fallen.

Beispiel:
(Der Einfachheit halber habe ich in dieser Beispielrechnung keine Gebühren mit eingerechnet).
Wir kaufen für 1.000 Euro einen ETF auf den MSCI-World. Der aktuelle Preis beträgt 100 Euro. Also bekommen wir 10 Anteile des MSCI World.
Morgen fällt der Kurs von 100 auf 80 Euro. Jetzt sind aus unseren 1.000 Euro Depotwert nur noch 800 Euro Depotwert geworden.

Um dieses Phänomen zu umgehen, schwören viele auf den sogenannten Cost-Average-Effect.
Um die Auswirkung des CAE zu verdeutlichen, werde ich im folgendem Beispiel etwas übertreiben und auch keine Gebühren mit einrechnen:

Dieses Mal kaufen wir nicht einmal für 1.000 Euro den MSCI-World, sondern teilen die 1.000 Euro in 10 Tranchen zu je 100 Euro auf.
Wir kaufen 10 Monate lang jeden Monat für 100 Euro den MSCI-World:
Im Januar liegt der Kurs bei 100 Euro und wir bekommen ein Anteil.
Im Februar liegt der Kurs bei 50 Euro, also bekommen wir zwei Anteile.
Im März liegt der Kurs immer noch bei 50 Euro und wir bekommen wieder zwei Anteile.
Im April liegt der Kurs wieder bei 100 Euro, somit bekommen wir ein Anteil.
Im Mai liegt der Kurs bei 150 Euro und wir bekommen nur 0,66 Anteile.
In den anderen fünf Monaten liegt der Kurs immer bei 100 Euro und wir bekommen jeden Monat ein weiteren Anteil.

Also haben wir nach 10 Monaten bei so einem Verlauf 11,66 Anteile im Wert zu je 100 Euro und ein Depotwert von 1.166 Euro.

Meiner Meinung nach hat der Cost-Average-Effect zwei Seiten:

Auf der einen Seite ist es gerade für Anfänger sehr unangenehm, wenn das Depot das erste Mal rote Zahlern aufweist.
Auch mit dem CAE kommt man hin und wieder in den roten Bereich, aber nicht so rapide wie bei der Einmalanlage.
Psychologisch gesehen beruhigt der COA, denn wenn die Kurse steigen, freut man sich über sein Plus, wenn die Kurse fallen, freut man sich, dass man mehr Anteile für seine Sparrate bekommt.

Auf der anderen Seite hätte man in dem genannten Beispiel im ersten Monat 900 Euro nicht investiert, das heißt, dass diese 900 Euro auch nicht für einen arbeiten.
Im zweiten Monat sind es immer noch 800 nicht investierte Euro usw.

Wer in Aktien oder ETFs anlegt, sollte nicht auf die Kursschwankungen von einem Jahr schauen, sondern langfristig denken.
Historisch betrachtet hat man nach 15 Jahren MSCI-World so gut wie immer ein Plus gemacht.
Außerdem ist in der Beispielrechnung ein Szenario, in dem die Kurse mehr unten als oben sind und zum Schluss wieder den Wert haben, den sie anfänglich hatten.
So wird der COA gerne beworben, die Realität zeigt aber langfristig steigende Kurse.

Wer ohnehin kein großes Kapital auf der Kante zum Anlegen hat, braucht sich keine Gedanken machen. Denn über einen konstanten Sparplan hat man sowieso den CAE.
Wer eine große Summe einmalig anlegen möchte und genug Geduld und Nerven mitbringt, kann besser alles auf einmal investieren (Vorausgesetzt man bringt mindestens 10, besser 15 Jahre Zeit mit und wird nicht nervös bei fallenden Kursen).

Rebalancing - die Wiederherstellung der Ursprungsgewichtung

Ein Leser schrieb mich mit der Bitte an, einmal das Thema Rebalancing zu behandeln.
Beim Rebalancing reden wir über die Wiederherstellung der Ursprungsgewichtung.

Um das Ganze genauer zu beschreiben, spielen wir mal folgendes Beispiel durch:

Wir haben 10.000 Euro, welche wir zur Hälfte in einem risikoarmen Teil (in diesem Beispiel Tagesgeld) und zur anderen Hälfte in einem risikobehafteten Teil (in diesem Beispiel ETF) anlegen möchten.. Also packen wir 5.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto und 5.000 Euro investieren wir in ein ETF. Das Tagesgeldkonto wird jährlich mit 0,1% verzinst und unser ETF erwirtschaftet nach einem Jahr 7% Zinsen.
Jetzt haben wir nach einem Jahr auf unserem Tagesgeldkonto 5.005 Euro und in unserem ETF-Depot 5.350 Euro. Also stimmt unsere Zielgewichtung von 50% Tagesgeld und 50% ETF nicht mehr.

Um diese Zielgewichtung zu behalten, empfiehlt es sich, regelmäßig ein Rebalancing durchzuführen.

Rein rechnerisch müssten wir jetzt ETF-Anteile im Wert von 172,50 Euro verkaufen und das Geld auf unser Tagesgeldkonto überweisen. Dann hätten wir theoretisch auf beiden Seiten 5.177,50 Euro und somit wieder gleich viel.
Das wäre eine Möglichkeit des Rebalancings, aber bei dieser Methode müssen wir Gebühren und Steuern beim ETF-Verkauf bezahlen.

Kostengünstiger wäre es, einfach 345 Euro, welche wir separat übers Jahr gespart haben, auf das Tagesgeldkonto zu überweisen. Dann haben wir 5.350 Euro auf dem Tagesgeld und die gleiche Summe wieder in ETF investiert.

Haben wir Sparpläne laufen, zum Beispiel 100 Euro pro Monat auf ein Tagesgeldkonto und 100 Euro monatlich in ETF, so könnten wir einmal jährlich die Sparsumme dahin ändern, dass wir in einem Monat weniger in den ETF einzahlen, dafür mehr auf das Tagesgeldkonto überweisen.
Würden wir dieses Vorgehen einmal jährlich durchführen, hätten wir unsere Zielgewichtung wieder hergestellt.



Rebalancing in einem Multi-Asset-Depot:

Hier reden wir über das Rebalancing innerhalb unserem risikobehafteten Teil:
Nehmen wir mal an, wir möchten 70% MSCI World und 30% MSCI EM haben und investieren dementsprechend. Gehen wir mal wieder von 10.000 Euro aus, dann sind es 7.000 Euro MSCI World und 3.000 Euro MSCI EM.
Nach einem Jahr hat der MSCI World 7% Rendiete gemacht, der EM 1%
Jetzt hat der MSCI World einen Wert von 7.490 Euro und der MSCI EM von 3.030 Euro
Also haben wir jetzt ein Depotwert von 10.520 Euro.
Nach dem ersten Jahr verschiebt sich die Gewichtung noch nicht so stark, aber es verschiebt sich immer weiter. Also sollte man auch hier ein Auge drauf halten und bei Bedarf die Gewichtung wieder herstellen.

Warum sollte man überhaupt rebalancen, wenn doch der besser laufende Kurs stärker gewichtet ist und der schlechtere niedriger?
Damit man antizyklisch handelt und von einem Phänomen profitiert, welches sich Mean Reversion nennt und die die Rückkehr zum Mittelwert bezeichnet.
Man geht davon aus, dass Kurse wieder zum Mittelwert zurückkehren. Läuft ein Kurs überdurchschnittlich gut, wird er irgendwann auch mal schlechter laufen.
Genauso ist es umgekehrt. Läuft ein Kurs unterdurchschnittlich, hofft man auf eine Erholung.
Außerdem bleibt man seiner ursprünglichen Strategie treu.

Sieben häufige Finanzfehler

In diesem Artikel möchte ich über häufige Finanzfehler schreiben. Selbstverständlich bin auch ich nicht frei von Fehlern und habe auch schon sehr viele, wenn nicht sogar die meisten Fehler selbst begangen.

1. Kein Notgroschen
Um Schulden zu vermeiden, wenn unvorhergesehene Kosten auf ein zukommen, ist es unerlässlich, einen Notgroschen aufzubauen. So kommt man nicht in Bedrängnis, wenn mal das Auto oder die Heizung kaputt geht.
Aber wie groß soll dieser Notgroschen sein? Häufig liest man von einer Faustregel, welche besagt, man sollte ca. drei Monatsgehälter bei Seite legen. Persönlich halte ich von so einer Pauschalisierung nichts, sondern sehe es individuell. Ein Single in einer kleinen Mietwohnung braucht weniger Reserven als ein Familienvater mit Eigenheim.
Mein Tipp: Rechnet Euch Euer Worst-Case-Szenario aus und packt vorsichtshalber nochmal 10 – 20 Prozent drauf.

2. Unnötige Schulden machen
Um es Vorweg zu nehmen, es ist nicht schlimm, wenn man mal einen Kredit aufnehmen muss. Deswegen ist man kein schlechterer Mensch, als wenn man ohne Kredit auskommt. Aber man sollte sich gut überlegen, wofür man den Kredit aufnimmt und ob man ihn sich tatsächlich leisten kann. Sehr leicht lassen sich viele zum Konsum auf Pump verführen. Aktionen wie "kaufen Sie jetzt, zahlen Sie später" oder die beliebte Null-Prozent-Finanzierung sind nur zwei Beispiele von Werbemaßnahmen, die vielen zum Verhängnis werden. Wenn ich mir nicht lebensnotwendige Dinge wie zum Beispiel mein Urlaub nicht aus eigener Kraft leisten kann, muss ich auch nicht Schulden dafür machen. Mein Tipp: Wenn Du vorhast, Dir eine eigentlich nicht dringende Anschaffung über Finanzierung zu leisten, dann verzichte vorerst auf das Objekt Deiner Begierde. Wenn Du meinst, Du kannst problemlos Dein neuen Fernseher über 12 Monate abbezahlen, dann kannst Du auch problemlos 12 Monate auf den neuen Fernseher sparen.

3. Nicht oder falsch vorsorgen
Viele sorgen nicht für die Rente vor und wenn doch, dann nur halbherzig. So wird irgendein Rentenvertrag bei irgendeiner Versicherung abgeschlossen, in dem man eine bestimmte Summe im Monat einzahlt. Immerhin besser als nichts zu machen, aber die meisten Versicherten wissen überhaupt nicht, wie viel sich die Versicherung von der eingezahlten Summe jeden Monat für ihre Kosten nimmt. Denn auch die Versicherung, die Verwaltung, der Berater und die Werbung müssen ja irgend wovon bezahlt werden. Bitte nicht falsch verstehen, es ist völlig legitim, dass auch eine Bank oder Versicherung für ihre Arbeit bezahlt werden will. Aber trotzdem sollte man sich seine Verträge mal genauer anschauen und vergleichen, oder seine Finanzen selbst in die Hand nehmen.

4. Nicht investieren
Viele scheuen sich davor, ihr Geld eigenständig anzulegen, denn sie haben Angst davor, etwas falsch zu machen oder denken, das Thema Finanzen ist viel zu kompliziert. Dabei ist es gar nicht so schwierig, sein Geld selbst anzulegen. Die Grundlagen sind relativ leicht zu erlernen. Um Euch dabei zu unterstützen, habe ich auch diesen Block ins Leben gerufen.. Man muss auch keine riesigen Summen aufbringen, man kann schon mit 25 Euro im Monat in einen weltweit gestreuten Aktienkorb, den MSCI World investieren. 

5. Falsche Investitionen
Kauft man sich zum Beispiel ein Neuwagen mit dem Argument, man müsse sich erstmal nicht mehr um eventuelle Reparaturkosten kümmern, lügt man sich in die eigene Tasche.
Auch ein junges, gebrauchtes Auto (Jahreswagen oder zwei bis drei Jahre jung), bieten eine hohe Zuverlässigkeit und besitzen aktuelle Technologien.
Das ist nicht nur bei Autos so. Kauft man sich beispielsweise nicht das aller neuste Handymodell oder den neusten Fernseher, sondern den Vorgänger, kann man auch sparen und ist mit aktueller Technik ausgestattet. Das gilt für fast alles, was mit Technik zu tun hat. Auch das Vorgängermodell der aktuellen Waschmaschine wäscht die Wäsche und auch das ältere Kühlschrankmodell steht häufig dem neuen Modell nichts nach (solange die Energieeffizienz passt).

6. Von hohen Zinsen locken lassen
Hat man sich mit dem Thema Investieren noch nicht auseinandergesetzt, kann es schnell passieren, dass man Gaunern auf den Leim geht. Egal in welchem Stadium der finanziellen Bildung Du Dich befindest, sei immer vorsichtig vor dubiosen Angeboten. Verspricht Dir jemand schnellen Reichtum, sei skeptisch. Sinnvolles Investieren ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Hast Du irgendwo ein Angebot gesehen und du weißt nicht, ob es seriös ist, dann recherchiere danach. Nutze Google und frag gerne in der Zinszüchter-Facebookgruppe.
Generell gilt: Investiere in nichts, was Du nicht verstehst.

7. Keine Verantwortung übernehmen.
Häufig wird die Schuld an der eigenen finanziellen Lage bei Anderen gesucht. So ist zum Beispiel das Unternehmen schuld, in dem man arbeitet. Schließlich könnte der Chef ja ein höheres Gehalt zahlen. Die Stromrechnung wird immer teurer und der Partner wirft das Geld aus dem Fenster.
Leider vergessen wir gerne, dass wir uns unseren Job selbst ausgesucht haben. Sind wir nicht mehr zufrieden, müssen wir über den Tellerrand schauen und uns gegebenenfalls weiterbilden (schadet sowieso nie). Außerdem ist es wichtig abzuwägen, ob der Beruf Spaß macht. Lieber gehe ich mit einem ausreichenden Gehalt glücklich zur Arbeit, als unglücklich mit einem hohen Gehalt.
Strompreise, sowie viele andere Tarife und Versicherungen sollte man jährlich vergleichen und den Anbieter wechseln. Dafür habe ich in diesem Blog ein Tarifvergleich inkludiert. Diesen könnt Ihr hier aufrufen.
Sucht Ihr die Schuld bei Eurem Partner, dann tut es mir für Euch beide leid. Natürlich gibt es Fälle, wo einer das ganze Geld ranschafft und der Andere es mit vollen Händen ausgibt, aber das wird wohl eher die Ausnahme sein. Ist es tatsächlich bei Euch so der Fall, dann mach Deinem Partner lieber keine Vorwürfe, sondern rede in Ruhe mit ihm. Eine echte Liebe sollte das aushalten und eine Lösung finden.

Wie viel Risiko verträgt dein Depot?

Dass das Anlegen von Geld mit Risiken verbunden ist, ist sicherlich nichts Neues. Aber wie risikofreudig bist du eigentlich? Kannst du wirklich noch gut schlafen, wenn dein Depot um 30% - 50% oder sogar noch weiter fällt? Es ist sehr wichtig, seine Risikobereitschaft gut abschätzen zu können, damit man in einem Crash nicht die Nerven verliert und seine Investments mit Verlust verkauft.

Aber wie viel Geld solltest du jetzt in risikobehaftete Geldanlagen stecken und wie viel in risikoarme Geldanlagen? Um das zu klären, überlegen wir uns erst einmal was risikobehaftete und risikoarme Geldanlagen sind.
Zu den risikobehafteten Geldanlagen zählen zum Beispiel Aktien, ETF, P2P-Kredite, Kryptowährungen oder Crowdfunding um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Zu den risikoarmen Geldanlagen zählen Tagesgeld, Festgeld oder Staatsanleihen mit sehr hohem Rating.

Als Leser dieses Blogs weißt du ja, dass du vor dem Investieren ohnehin einen Notgroschen aufbauen solltest, damit du bei Engpässen (wenn zum Beispiel das Auto kaputt geht), nicht an dein investiertes Geld bei eventuell schlechteren Kursen ran musst. Wie groß dieser Notgroschen sein muss ist ziemlich individuell. Im Internet liest man häufig von drei bis sechs Monatsgehältern, ich bin der Meinung, dass es immer auf die persönliche Situation ankommt. Ein Single in einer Mietwohnung braucht nicht so einen großen Notgroschen wie ein Familienvater mit Eigenheim. Am Besten rechnest du dir dein Worst-Case-Szenario aus und packst nochmal 10% drauf.

Nachdem du dein Notgroschen aufgebaut hast und auch weißt, worin du investieren möchtest, solltest du dir Gedanken machen, wie viel Risiko du wirklich bereit bist, zu tragen.
Auch wenn du theoretisch weißt, dass es völlig egal ist, ob heute die Kurse fallen oder nicht, weil du langfristig denkst, solltest du deine Risikobereitschaft nicht überschätzen.

Es gibt eine Faustformel, mit der man ausrechnen können soll, wie viel Prozent des Geldes in beispielsweise Aktien investiert sein soll und wie viel nicht: 100 - Alter = risikobehafteter Teil. Demnach sollte ein Zwanzigjähriger 80% risikobehaftet und 20% risikofrei anlegen. Ein Vierzigjähriger sollte demnach nur noch 60% risikobehaftet und 40% risikofrei sein Geld aufteilen. Auch wenn ich den Sinn dahinter verstehe, finde ich diese Formal blödsinnig.
Der Gedanke bei dieser Formel wird wohl sein, dass ein Zwanzigjähriger mehr Zeit hat, Verluste wieder einzuholen als ein Vierzigjähriger, aber hält der Zwanzigjährige denn auch einen Crash aus, wenn er 80% investiert hat? Zudem hat auch ein Vierzigjähriger noch massig Zeit bis zur Rente.

Ich glaube, dass die größte Gefahr darin besteht, dass sich viele überschätzen. Viele sagen, ein Crash mache ihnen nichts aus, dann können sie immer noch gut schlafen und kaufen günstig nach.
So ist es ja auch genau richtig, aber ich glaube nicht, dass alle die das denken, dann auch wirklich ruhig bleiben und so rational handeln, wenn aus 10.000 Euro auf einmal 5.000 Euro geworden sind.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte dich nicht vom Investieren abbringen, aber ich möchte, dass du in Krisenzeiten die Nerven behältst und weiter am Ball bleibst und nicht panisch deine Wertpapiere mit Verlust verkaufst, weil du dich und deine Risikotoleranz falsch eingeschätzt hast.
Wie viel Risiko du verträgst, kann ich dir nicht sagen, aber dich bitten, dir das wirklich genau zu überlegen.

Statistisch gesehen ist es langfristig immer besser, so viel wie möglich zu investieren, aber man muss auch in schlechten Zeiten investiert bleiben. Nicht nur theoretisch, sondern auch wirklich.

Was passiert bei einer Bankenpleite mit meinen Anlagen?

Viele Banken haben es wirtschaftlich nicht leicht. Faule Kredite und Negativzinsen machen den Geldhäusern zu schaffen. Doch was passiert mit unseren ETFs, unseren Aktien, unserem Verrechnungskonto und mit unserem Tagesgeld, wenn "unsere" Bank pleite geht? Genau das möchte ich in diesem Artikel klären:

Durch den Einlagensicherungsfonds sind Giro-, Tagesgeld-, und Festgeldkonten bis zu 100.000 Euro je Kunde geschützt. Viele Banken sind zusätzlich einem privaten Einlagensicherungsfonds beigetreten, um sogar mehr als 100.000 Euro schützen zu können.
Wer mehr über den Einlagensicherungsfonds lesen möchte, kann dies hier tun.

Nicht zum Einlagensicherungsfonds gehören Wertpapiere wie Aktien und ETFs. Diese sind Sondervermögen. Das Verrechnungskonto beim Broker ist auch durch den Einlagensicherungsfonds geschützt. Unsere Aktien und ETFs sind unser Eigentum und gehören somit nicht der Bank. Sollte unsere Bank in die Insolvenz geraten, gelangen unsere Wertpapiere nicht in die Insolvenzmasse. Die insolvente Bank wäre verpflichtet, unsere Wertpapiere zu einer anderen Bank zu übertragen.
Auch die "Billigbroker" wie der Smartbroker (Werbelink) oder der Gratisbroker (Werbelink) arbeiten mit renommierten Banken zusammen. So arbeitet der Gratisbroker (Werbelink) mit der Baader Bank AG.und der Smartbroker (Werbelink) mit der DAB. Also haben wir auch hier die gleiche Sicherheit wie bei anderen Brokern.

Viele kaufen auch ADRs, zum Beispiel von Gazprom oder Alibaba und meinen, eine Aktie gekauft zu haben. Aber Achtung: ADRs, GDRs und andere Zertifikate gehören nicht zum Sondervermögen.

Was ADRs und GDRs sind, hat sie Consorsbank gut beschrieben:
"ADRs werden an einer Börse stellvertretend für eine Aktie gehandelt. Es handelt sich um Zertifikate, die von amerikanischen Kreditinstituten ausgestellt werden, die die zugrunde liegenden Aktie in Verwahrung genommen haben. Ein ADR kann sich auf eine, mehrere oder auch nur auf einen Bruchteil einer Aktie beziehen. ADRs werden häufig stellvertretend für ausländische Aktien gehandelt, die an der inländischen Börse nicht notiert sind. Die Aktiengesellschaft muss sich auf diese Weise nicht dem vollständigen Zulassungsverfahren unterziehen, das ansonsten für eine Börsennotierung notwendig wäre. 
Quelle: FAZ.net Börsenlexikon 

Ein GDR bezieht sich immer auf eine zugrundeliegende Aktie und bildet einen Bruchteil dieser, genau eine Aktie oder eine Gruppe dieser Aktie ab. Während Optionsscheine meistens das Recht an einer Aktie ohne das Recht auf die Dividende der jeweiligen Aktie verbriefen, so ist dieses Recht bei den GDRs enthalten. 
Durch die Abbildung des Basiswertes (einer zugrundeliegenden Aktie) in einen GDR wird die ansonsten "ausländische" Aktie zu einem einheimischen Wertpapier. Da es vielen Investoren aufgrund gesetzlicher oder satzungsmäßiger Regelungen nicht gestattet ist in ausländische Wertpapiere zu investieren und diese ausländischen Wertpapiere oft gleichzeitig Schwierigkeiten haben sich außerhalb des Heimatlandes listen zu lassen, ist der Umweg über die GDRs eine oft gewählte Variante um die Aktien eines Unternehmens auch im Ausland zu vermarkten. 
Die durch die GDRs verbrieften Aktien werden dann über dieses Vehikel gehandelt. Da GDRs aufgrund ihrer Struktur sehr aktienähnlich sind, werden Investments in diese oft in z. B. Jahresabschlüssen und Fondsprospekten als normales Investment in herkömmliche Aktien betrachtet. Quelle: wikipedia"

P2P-Kredite, Crowdinvesting und Co.:
Bei diesen Anlageformen sollte einem schon bewusst sein, in was man investiert. Selbstverständlich greift hier keine Einlagensicherung. Das wäre auch zu cool, um wahr zu sein :-)

Kryptowährungen wie Bitcoin sind auch Sondervermögen. Somit unterliegen diese digitalen Währungen nicht der Einlagensicherung, Näheres kann man hier nachlesen. Wird allerdings die Wallet gehackt, ist das Geld futsch. Deswegen und auch der Einfachheit halber benutze ich die Bison-App (Werbelink) der Stuttgarter Börse. Auch dort hat man für das Verrechnungskonto die SolarisBank.

Fazit:
Der "Otto-Normal-Sparer" braucht sich um eine Bankenpleite keine Sorgen machen, solange seine Einlagen im Tagesgeld oder ähnlichen Produkten die 100.000 Euro Marke nicht übertrifft.
Seine Wertpapiere wie Aktien und ETFs sind Sondervermögen, solange es sich um keine Zertifikate handelt. Natürlich wäre es fatal, wenn man Aktien von der insolventen Bank hält. Diese wären dann wohl wertlos.

Investieren in P2P-Kredite

In diesem Artikel schreibe ich über P2P-Kredite. Bitte beachte unbedingt auch das Update, welches unten im Artikel steht.

Was ist P2P?
Was eine P2P-Plattform ist, ist relativ simpel zu erklären: Man Investiert in bereits vergebene Kredite.

Seit September 2017 investiere ich ein Teil meines Geldes in die Plattformen Bondora, Mintos und Twino.
Alle drei haben eine deutschsprachige Webseite (ggf. Sprache auswählen) mit einen deutschsprachigen Support.

Die Vorteile bei diesen Anbietern liegen bei dem wesentlich höheren Zinsniveau und bei der Rückkaufgarantie (zumindest bei Mintos und Twino), auf die ich gleich noch zu sprechen komme.
Die Zinsen bewegen sich um die 10% – 12%.
Das ist keine Zauberei, sondern liegt einfach daran, dass zum Beispiel Mintos mit Kreditanbahnern arbeitet, welche in Ländern agieren, wo hohe Zinsen üblich sind und auch viel in Kurzzeitkredite (so genannte Paydayloans) investiert wird.

Kleines Rechenbeispiel:
Anna leiht Paul am 21.06. 100,- Euro und bekommt als Dankeschön am 01.07. 110,- Euro zurück. So hat Anna in 10 Tagen 10% Rendite gemacht. Rechnet man dieses Beispiel auf ein ganzes Jahr hoch, hätte Anna 10% : 10 Tage x 365 Tage = 365% Rendite pro Jahr erzielt. Das ist jetzt nur eine Beispielrechnung um aufzuzeigen, wie alle Beteiligten Geld verdienen und uns Zinsen zwischen 10% – 12% auszahlen können. Der Zeitraum und der Zinssatz in dieser Beispielrechnung sind fiktive Werte.

Kreditanbahner vergeben Kredite nach Prüfung der Bonität der Kreditnehmer zu einem sehr hohen Zinssatz und verkaufen diese Kredite über Mintos an Investoren.
Twino und Bondora vergeben selber Kredite und verkaufen diese an uns weiter.

Alle drei Seiten bieten einen Autoinvestor an, dass heißt, man kann seine gewünschten Kriterien einstellen und braucht sich um nichts mehr zu kümmern.
So braucht man nicht immer nachsehen, ob schon wieder etwas zurückgezahlt würde um es neu zu investieren.

Da Bondora inzwischen eine neue Art der Investition anbietet (Bondora Go & Grow), wobei man in einem Pool an Krediten investiert und innerhalb weniger Tage wieder an sein Geld kommen kann, habe ich meine Bondora-Investitionen inzwischen dorthin umgeschichtet. Somit ist man mit seinem Geld flexibel. Dafür prognostiziert Bondora einen Zinssatz von „nur noch“ 6,75%. Es fühlt sich an wie ein Tagesgeldkonto mit einer Verzinsung von 6,75%, ist es aber nicht. Die Abhebung bei Go & Grow kostet ein Euro. Ansonsten gilt das Gleiche wie bei allen P2P-Platformen (Siehe Punkt Sicherheit).

Alle drei Plattformen nehmen keine Gebühren von Investoren (bis auf Bondora Go & Grow ein Euro pro Abhebung).

Zum Thema Sicherheit: Alle Kreditnehmer werden auf Bonität geprüft und eingestuft. Ist das Risiko zu hoch, werden sie gar nicht erst aufgenommen.
Als Investor kann man das Rating der Kreditnehmer sehen (von AA = sehr hohe Bonität, über A,B,C u.s.w.).

Mintos und Twino bieten Kredite mit einer sogenannten Rückkaufgarantie an. Das bedeutet, wenn ein Kredit nicht zurückgezahlt wird, erstattet die Plattform bzw. der Anbahner den Ausfall + Zinsen nach einer Fälligkeit von 60 Tagen (Stand 09.2019).
Bei Bondora fühle ich mich mit "Go & Grow" am sichersten, da es den Eindruck ähnlich wie ein Tagesgeldkonto mit 6,75% macht (wie schon erwähnt, ist es kein Tagesgeldkonto und man hat keine Einlagensicherung).

Wie bei jeder Investition sollte man großflächig streuen. Investiert man z. Bsp. 1000,00 Euro, leiht man nicht einem die volle Summe, sondern am Besten 100 Leuten je 10,00 Euro. Wenn dann mal ein Darlehn ausfällt, ist es nicht so schlimm. Dies lässt sich auch in den Auto-Investitionen einstellen.

Das größte Risiko, welches ich persönlich hier erkenne, ist ein Totalausfall der Plattformen.
Sollte es tatsächlich zu einer Insolvenz einer Plattform kommen, gibt es gewisse Vorkehrungen. So hat z. Bsp. Mintos einen Bürgschaftsvertrag mit der Rechtsfirma FORT, aufgrund dessen Mintos an FORT monatlich die Angaben von der Webseite auf einem Datenspeicher weiterleitet und FORT diese Angaben aufbewahrt.
Zudem erhalten alle Investoren aus der Mintos-Datenbank vollständige Informationen über alle im Rahmen des Portals ausgeführten Geschäfte. So steht es auf der Mintos-Homepage.

Bondora schreibt zu dem Thema:
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Bondora in finanzielle Schwierigkeiten gerät und seine Verbindlichkeiten gegenüber anderen nicht mehr erfüllen kann, da es kein Geld zur Verfügung hat. Bondoras Liquiditätsrisiko wird vom Finanzvorstand überwacht.
Bondoras Liquidität wird dadurch verbessert, dass es keine größeren ausstehenden Schulden hat, sowie nur eine kleine Menge an laufenden Leasings. Die Position wurde außerdem durch eine Erhöhung des Eigenkapitals um 4,5 Millionen Euro im Januar 2015 weiter gestärkt. Um sein Liquiditätsrisiko weiter zu reduzieren, managt Bondora all seinen Cash-Flow durch eine zentralisierte Finanzverwaltung; der aktuelle Kontostand wird jeden Tag überprüft und es wird jeden Monat eine sechsmonatige Cash-Flow-Prognose erstellt. (Quelle: Bondora.com)

Twino schrieb mir per E-Mail:
Eine Insolvenz würde nicht die Verpflichtung der Kreditnehmer das Darlehen zurückzuzahlen aufheben.In dem unwahrscheinlichen Falle einer Insolvenz verliert TWINO die Rechte auf die Zinsdifferenz auf die an die Investoren verkauften Kredite, was bedeutet, dass die Investoren Anspruch auf alle Erlöse aus den zugrunde liegenden Darlehensverträgen haben (Grundbeträge, Zinsen, Verspätungsgebühren usw.). Ein vom Gericht zugeteilter Verwalter wäre verpflichtet, die Einnahmen an die jeweiligen Investoren zu entrichten. Dies ist durch das Zivilrecht der Republik Lettland geregelt und der Insolvenzverwalter wäre nicht berechtigt, die Einnahmen zu verwenden, um Verpflichtungen gegenüber anderen Gläubigern von TWINO zu begleichen. Das eingezahlte aber nicht investierte Geld würde TWINO an den Investoren zurücküberweisen.

Trotz der ganzen Sicherheitsmaßnahmen der Plattformen sollte man sich als Investor über die allgemeinen Risiken bei P2P-Investments bewusst sein. Im schlimmsten Fall droht ein Totalverlust. Aber wo kein Risiko besteht, gibt es bekanntlich auch keine Rendite.

In diesem Blog habe ich auch über die Plattformen Robo.Cash, EstageGuru und Bulkestage geschrieben.

P2P eignet sich auch gut zur Erweiterung der Asset Allocation zu Aktien und ETFs. Auch bei mir ist P2P nur ein Teil meiner Anlage (aktuell ca. 10%).

Nutze meine Affine-Links und profitiere von Vorteilen:

Möchtest Du Bondora ausprobieren, benutze meinen Bondora-Affine-Link (Werbelink) und Du bekommst 5,- Euro Startguthaben (auch wenn Du kein Geld einzahlst).

Möchtest Du Mintos ausprobieren, benutze meinen Mintos-Affine-Link (Werbelink) und Du bekommst 1% Bonus
(für die mittlere Investierte Summe für erste 90 Tagen in3 Perioden - 30 ,60 und 90 Tagen nach Registrierung).

Wer bei Twino  investieren möchte, unterstützt mich und diesen Blog, wenn er diesen Affilate-Link (Werbelink) für die Anmeldung benutzt: Twino. Dankeschön.

Beachte:
Möchtest auch Du in P2P-Kredite investieren, sollte Dir bewusst sein, dass es kein typisches Bankengeschäft ist und (noch) nicht von der BaFin reguliert wird.
Mintos und Twino mit Sitz in Riga (Lettland) unterliegen den lättischen Regulierungen, Bondora mit Sitz in Tallinn (Estland) den estländischen Regulierungen.

Jeder Investor ist verpflichtet, dem Finanzamt seine Zinseinkünfte mitzuteilen. Es gibt keine staatliche Einlagensicherung und es ist kein Sondervermögen.

Wichtiges Update vom März 2020:

Das die Wirtschaft durch den Coronavirus COVID-19 leidet und das Ausmaß nicht abzusehen ist, erkennen wir gut an den Börsenkursen. Aber wie sicher sind unsere Investitionen in P2P-Kredite in diesen Zeiten? Zu dieser Frage möchte ich gerne meine Gedanken darüber offen legen.
Vorab sei betont, dass es sich bei diesem Artikel, wie auch bei allen anderen Artikeln von mir, lediglich um meine persönliche Einschätzung handelt, womit ich auch falsch liegen kann.

Wie den Medien zu entnehmen ist, wird zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus weltweit alles unternommen, was zu unternehmen ist. Ansammlungen werden verboten, Geschäfte geschlossen, Produktionen in einigen Firmen eingestellt, Grenzen geschlossen und so weiter.
Also ist meiner Meinung nach in fast allen Ländern von steigenden Insolvenzen und Arbeitslosigkeit in der näheren Zukunft auszugehen.

Bei P2P-Krediten leihen wir ja letztendlich anderen Leuten Geld. Die Plattformen, über die wir investieren, haben die Bonität der Gläubiger geprüft und eingestuft. Zu dem Zeitpunkt, wo die Gläubiger geprüft und bewertet wurden, konnte man vielleicht mit einem Abschwächen des ein oder anderen Gläubigers rechnen, zum Beispiel dass ein paar von vielen während der Kreditlaufzeit ihren Job verlieren. Aber mit einer solchen Situation, wie wir sie jetzt haben, konnte keiner rechnen.
Ich bin davon überzeugt, dass mehrere Leute ihre Arbeit verlieren werden und das ein Teil dieser Leute dann auch ihre Kredite nicht mehr bedienen können.
Zudem gehe ich davon aus, dass viele Investoren ihr Geld aus dem P2P-Markt abziehen werden. Zum einen aus Angst vor zahlungsunfähigen Gläubigern und zum anderen, damit sie mehr Geld in den runtergeprügelten Aktienmarkt stecken können.

P2P in der Corona-Krise

Das die Wirtschaft durch den Coronavirus COVID-19 leidet und das Ausmaß nicht abzusehen ist, erkennen wir gut an den Börsenkursen. Aber wie sicher sind unsere Investitionen in P2P-Kredite in diesen Zeiten? Zu dieser Frage möchte ich gerne meine Gedanken darüber offen legen.Vorab sei betont, dass es sich bei diesem Artikel, wie auch bei allen anderen Artikeln von mir, lediglich um meine persönliche Einschätzung handelt, womit ich auch falsch liegen kann.

Wie den Medien zu entnehmen ist, wird zur Verlangsamung der Verbreitung des Corona-Virus weltweit alles unternommen, was zu unternehmen ist. Ansammlungen werden verboten, Geschäfte geschlossen, Produktionen in einigen Firmen eingestellt, Grenzen geschlossen und so weiter.
Also ist meiner Meinung nach in fast allen Ländern von steigenden Insolvenzen und Arbeitslosigkeit in der näheren Zukunft auszugehen.

Bei P2P-Krediten leihen wir ja letztendlich anderen Leuten Geld. Die Plattformen, über die wir investieren, haben die Bonität der Gläubiger geprüft und eingestuft. Zu dem Zeitpunkt, wo die Gläubiger geprüft und bewertet wurden, konnte man vielleicht mit einem Abschwächen des ein oder anderen Gläubigers rechnen, zum Beispiel dass ein paar von vielen während der Kreditlaufzeit ihren Job verlieren. Aber mit einer solchen Situation, wie wir sie jetzt haben, konnte keiner rechnen.
Ich bin davon überzeugt, dass mehrere Leute ihre Arbeit verlieren werden und das ein Teil dieser Leute dann auch ihre Kredite nicht mehr bedienen können.
Zudem gehe ich davon aus, dass viele Investoren ihr Geld aus dem P2P-Markt abziehen werden. Zum einen aus Angst vor zahlungsunfähigen Gläubigern und zum anderen, damit sie mehr Geld in den runtergeprügelten Aktienmarkt stecken können.

Bondora hat zu der momentanen Situation seine Investoren mit folgender Nachricht angeschrieben:

"Ich bin Pärtel Tomberg, CEO von Bondora.

Inmitten der jüngsten Verbreitung von COVID-19 möchte ich Ihnen mitteilen, wie das gesamte Team von Bondora Sie in diesen Zeiten der Unsicherheit und auch in Zukunft unterstützen wird, sobald sich die Dinge ändern.

Zunächst etwas Geschichte. Wir haben Bondora vor 12 Jahren am 11. März 2008 mitten in der Finanzkrise eingeführt. Seitdem haben wir aktiv während der schweren Rezessionen in Estland, Finnland und Spanien gearbeitet.

Nachdem wir bei Bondora unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen gewachsen sind, sind wir auf dieses aktuelle Umfeld gut vorbereitet. Es liegt in unserer DNA. Die Fundamente von Bondora basieren auf fünf Säulen: 

1. 
100% online. Unser gesamtes Leistungsspektrum ist online und unsere Teams arbeiten weiterhin remote über sichere Verbindungen, um unsere Kunden auf der ganzen Welt unabhängig von den Umständen zu unterstützen. 

2. 
Risikopuffer. Innerhalb von Go & Grow liegen alle Renditen über 6,75% * p.a. und dienen als Risikopuffer. Unsere historische Rendite beträgt 10,7% p.a. (einschließlich Rezessionen), die Differenz zwischen den beiden Werten ist eine Reserve für Sie als unseren Investor. 

3. 
Starke Diversifikation. Das Go & Grow-Konto umfasst über 125.000 Privatkredite mit unterschiedlichen Kreditlängen, Kundensegmenten und Risikokategorien, die Ihr Risiko einer individuellen Volatilität verringern. 

4. 
Automatisierte Rückzahlung von Darlehen. Unsere Kreditnehmer verwenden eine Online-Schnittstelle, über die ihre Rückzahlungen automatisch verarbeitet werden. Bei Bedarf können sie die Kreditpläne verlängern, um sie an ihre neuen finanziellen Verhältnisse anzupassen. 

5.
Nachhaltigkeit. Bondora ist seit 2017 profitabel und gut kapitalisiert. Wir haben keine unserer Dienstleistungen eingeschränkt, auch wenn die Situation weiterhin bestehen sollte. 

Wir verstehen, dass Ihre Gedanken bei Ihrer Familie und deren Wohlbefinden an erster Stelle stehen. Wir möchten nicht, dass Bondora ein zusätzlicher Grund zur Besorgnis ist, sondern ein Eckpfeiler Ihres finanziellen Wohlstands während und nach COVID-19 wird. Das ist unser Engagement für Sie.

Ich wünsche Ihnen gute Gesundheit und Belastbarkeit.

Pärtel Tomberg "
Meine persönliche Meinung und mein Handeln sieht wie folgt aus:
Ich gehe stark davon aus, dass sich in den nächsten Monaten die Spreu vom Weizen trennen wird. Ich glaube, dass mehrere P2P-Plattformen die Folgen dieser Krise nicht überstehen werden. Allerdings gehe ich auch davon aus, dass sich die Big Player halten werden. Plattformen wie zum Beispiel Bondora und Mintos traue ich aufgrund ihrer Größen und Erfahrungen genug Kompetenz zu, ihre Plattformen und uns Investoren durch die Krise zu führen. Bei Bondora gefällt mir die offene Kommunikation und Transparenz sehr gut. Gerade den zweiten Punkt in der Mail mit dem Puffer von fast vier Prozent halte ich für sehr wichtig. Natürlich soll das nicht heißen, dass Mintos und Co nicht offen und transparent kommunizieren.
Soweit meine Einschätzung. Allerdings kann ich damit auch völlig falsch liegen.
Zumintest habe ich meine P2P-Investitionen von vorher rund 15% vom risikobehaftetem Teil auf circa 5% reduziert. Außerdem investiere ich in keine Wald-und-Wiesen-Plattform. Dies soll keine Handlungsempfehlung sein.

Wie gehst du mit der momentanen Situation um? Schreibe gerne diene Meinung in die Zinszüchter-Facebook-Gruppe.

Wenn dir diese Artikel, beziehungsweise dieses eBook, gefallen hat, würde ich mich über ein Like (Daumen hoch) auf der Zinszüchter-Facebook-Seite sehr freuen, Dankeschön
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