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Die Lüge vom passiven Investieren

Immer wieder ist in verschiedenen Foren und Blogs zu lesen, dass die meisten aktiven Investoren den Markt nicht schlagen. Daher reicht es völlig aus, passiv zu investieren. Aber was genau ist passives investieren und funktioniert das wirklich? Genau diesen Fragen möchte ich in diesem Artikel auf den Grund gehen.

Was ist passives investieren?
Unter passivem investieren versteht man, dass regelmäßig automatisiert Geld angelegt wird, ohne dass der Investor laufend aktiv agieren muss.
Man investiert zum Beispiel passiv, indem man in einen ETF wie den MSCI World investiert, einen regelmäßigen, automatisierten Sparplan laufen lässt und sich um nichts weiter kümmert.
Auch im P2P-Bereich ist passives investieren dank Autoinvest oder Produkten wie Bondora Go & Grow oder Mintos Invest & Access möglich.
Es gibt viele Investitionsmöglichkeiten, die man zum passiven Geld anlegen zählen kann. Um nur einige Beispiele zu nennen wäre da der Bausparvertrag, die Lebensversicherung oder die Rentenversicherung, Doch da sich der Blog überwiegend mit EFT und P2P beschäftigt, möchte ich gerne über diese beiden Geldanlagen schreiben.

Wer passiv in einen oder mehrere ETFs investiert, überlegt sich seine Strategie, sucht sich die passenden ETFs raus, eröffnet ein Depot, legt sein Geld entsprechend an und lässt danach einfach die Sparpläne laufen. Einmal im Jahr sollte man ein Rebalancing durchführen, sofern man mehr als einen ETF hat und sonst kann man einfach alles passiv laufen lassen.
Bei P2P-Investments geht es mindestens genauso einfach: Nachdem man sich genug mit dem Thema und den Risiken befasst hat, sucht man sich eine oder mehrere Plattformen aus, mit denen man sich gründlich beschäftigt hat, meldet sich dort an und überweist sein Geld dorthin. Tools wie ein Autoinvest oder Produkte wie Bondora Go & Grow beziehungsweise Mintos Invest & Access kümmern sich um alles. Wenn man dann noch einen Dauerauftrag zu den P2P-Plattformen angelegt hat, läuft alles automatisiert und man braucht sich um nichts zu kümmern.

Soweit die Theorie, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Hand aufs Herz, machst du das wirklich so wie oben beschrieben? Dann herzlichen Glückwunsch! Dann hast du nicht nur verstanden, was passives Investieren ist, sondern auch, wie man es umsetzt.
Aus den Fragen und Erzählungen in vielen Foren weiß ich, dass viele dem passiven Ansatz folgen möchten, es aber offensichtlich nicht hinbekommen. Sonst würde jemand, der vor drei Jahren angefangen hat in einen ETF zu investieren, heute nicht im Forum fragen, ob er nicht besser diesen oder jenen ETF zu seinen bestehenden Fonds hinzunehmen soll.
Auch ich kann mich nicht davon frei sprechen, in meinen passiven Investments aktiv rum gepfuscht zu haben. So habe ich anfangs auch ständig optimieren wollen. Dadurch habe ich später auch anstatt einer vernünftigen Strategie ein ETF-Wirrwar im Depot gehabt. Inzwischen kann ich mich aber beherrschen und meiner Strategie treu bleiben.

Bei P2P-Investments halte ich stures passives investieren auch für schwierig. Bekommt man mit, dass es auf einer Plattform nicht rund läuft und sich viele Probleme häufen, sollte man auch nicht stur an dieser Plattform festhalten. Wäre ich zum Beispiel bei Grupeer investiert, würde ich aufgrund der schwerwiegenden Gerüchte (auch wenn es bis jetzt nur Gerüchte sind) sofort versuchen, mein Geld dort abzuziehen. Das soll keine Handlungsempfehlung sein und auch kein Grupeer-Bashing. Was an den Gerüchten, die in einigen Foren, Blogs und Videos verbreitet werden dran ist, kann ich nicht beurteilen. Sonst hätte ich da selbst schon einen Artikel drüber geschrieben.
Auch aufgrund der Corona-Kriese habe ich meine P2P-Investitionen reduziert, also bin ich dort für den Moment auch nicht passiv gewesen.

Fazit:
Passives investieren klingt einfach und das ist es auch. Zumindest mit ETFs. Wer ein gut überlegtes ETF-Portfolio hat, sollte dort nicht ständig dran rumfummeln. Einmal im Jahr sollte man ein Rebalancing durchführen, wenn man mehr als einen ETF hat und sonst kann man einfach alles passiv laufen lassen. Der Titel ist etwas überspitzt - passives investieren ist nicht unbedingt eine Lüge. Aber wir lügen uns selbst in die Tasche, wenn wir meinen, passiv zu investieren und gleichzeitig ständig im Depot herum pfuschen.
Bei P2P sollte man schon nach Marktlage und Entwicklungen agieren.

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