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Wie viel Risiko verträgt dein Depot?

Dass das Anlegen von Geld mit Risiken verbunden ist, ist sicherlich nichts Neues. Aber wie risikofreudig bist du eigentlich? Kannst du wirklich noch gut schlafen, wenn dein Depot um 30% - 50% oder sogar noch weiter fällt? Es ist sehr wichtig, seine Risikobereitschaft gut abschätzen zu können, damit man in einem Crash nicht die Nerven verliert und seine Investments mit Verlust verkauft.

Aber wie viel Geld solltest du jetzt in risikobehaftete Geldanlagen stecken und wie viel in risikoarme Geldanlagen? Um das zu klären, überlegen wir uns erst einmal was risikobehaftete und risikoarme Geldanlagen sind.
Zu den risikobehafteten Geldanlagen zählen zum Beispiel Aktien, ETF, P2P-Kredite, Kryptowährungen oder Crowdfunding um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Zu den risikoarmen Geldanlagen zählen Tagesgeld, Festgeld oder Staatsanleihen mit sehr hohem Rating.

Als Leser dieses Blogs weißt du ja, dass du vor dem Investieren ohnehin einen Notgroschen aufbauen solltest, damit du bei Engpässen (wenn zum Beispiel das Auto kaputt geht), nicht an dein investiertes Geld bei eventuell schlechteren Kursen ran musst. Wie groß dieser Notgroschen sein muss ist ziemlich individuell. Im Internet liest man häufig von drei bis sechs Monatsgehältern, ich bin der Meinung, dass es immer auf die persönliche Situation ankommt. Ein Single in einer Mietwohnung braucht nicht so einen großen Notgroschen wie ein Familienvater mit Eigenheim. Am Besten rechnest du dir dein Worst-Case-Szenario aus und packst nochmal 10% drauf.

Nachdem du dein Notgroschen aufgebaut hast und auch weißt, worin du investieren möchtest, solltest du dir Gedanken machen, wie viel Risiko du wirklich bereit bist, zu tragen.
Auch wenn du theoretisch weißt, dass es völlig egal ist, ob heute die Kurse fallen oder nicht, weil du langfristig denkst, solltest du deine Risikobereitschaft nicht überschätzen.

Es gibt eine Faustformel, mit der man ausrechnen können soll, wie viel Prozent des Geldes in beispielsweise Aktien investiert sein soll und wie viel nicht: 100 - Alter = risikobehafteter Teil. Demnach sollte ein Zwanzigjähriger 80% risikobehaftet und 20% risikofrei anlegen. Ein Vierzigjähriger sollte demnach nur noch 60% risikobehaftet und 40% risikofrei sein Geld aufteilen. Auch wenn ich den Sinn dahinter verstehe, finde ich diese Formal blödsinnig.
Der Gedanke bei dieser Formel wird wohl sein, dass ein Zwanzigjähriger mehr Zeit hat, Verluste wieder einzuholen als ein Vierzigjähriger, aber hält der Zwanzigjährige denn auch einen Crash aus, wenn er 80% investiert hat? Zudem hat auch ein Vierzigjähriger noch massig Zeit bis zur Rente.

Ich glaube, dass die größte Gefahr darin besteht, dass sich viele überschätzen. Viele sagen, ein Crash mache ihnen nichts aus, dann können sie immer noch gut schlafen und kaufen günstig nach.
So ist es ja auch genau richtig, aber ich glaube nicht, dass alle die das denken, dann auch wirklich ruhig bleiben und so rational handeln, wenn aus 10.000 Euro auf einmal 5.000 Euro geworden sind.

Bitte versteh mich nicht falsch, ich möchte dich nicht vom Investieren abbringen, aber ich möchte, dass du in Krisenzeiten die Nerven behältst und weiter am Ball bleibst und nicht panisch deine Wertpapiere mit Verlust verkaufst, weil du dich und deine Risikotoleranz falsch eingeschätzt hast.
Wie viel Risiko du verträgst, kann ich dir nicht sagen, aber dich bitten, dir das wirklich genau zu überlegen.

Statistisch gesehen ist es langfristig immer besser, so viel wie möglich zu investieren, aber man muss auch in schlechten Zeiten investiert bleiben. Nicht nur theoretisch, sondern auch wirklich.

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