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1 ETF mit rund 9.000 Unternehmen?

Auch wenn sich der Zinszüchter-Blog an Anfänger richtet, setzt dieser Artikel ein paar Grundkenntnisse voraus. Wer noch nicht weiß, was ein ETF ist, sollte zuerst diesen Artikel lesen. Sollten ein paar Begriffe oder Abkürzungen irritieren, hilft dir dieser Artikel weiter.

Obwohl es in dem Disclaimer ausdrücklich steht, betone ich vorab, dass ich hier keine Handlungs- oder Kaufempfehlungen abgebe. Der Handel mit Wertpapieren ist mit starken Risiken verbunden und kann zu Verlusten führen. Jeder ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich.
Auch wenn dieser Artikel nach Werbung aussieht, kann ich euch versichern, dass ich für diesen Artikel (wie bei allen anderen Artikeln auch) weder Geld, noch sonstige Vergütungen oder Leistungen bekomme.

Um mit geringem Aufwand breit gestreut in Aktien zu investieren, entscheiden sich viele Anleger für den MSCI World. Schließlich beinhaltet dieser circa 1.600 Unternehmen aus verschiedenen Branchen und Industrieländern.Wer zusätzlich noch in Schwelle…

Was sind Faktor-ETFs?

Was ein ETF ist, habe ich bereits in diesem Artikel geschrieben. Im heutigen Artikel beschreibe ich verschiedene Faktor-ETFs.
Aber was ist eigentlich ein Faktor-ETF?
Der Faktor sagt aus, nach welchen Kriterien Unternehmen in den entsprechenden Index aufgenommen werden und welche Gewichtung welches Unternehmen bekommt. Bekannte Faktoren bei ETFs sind zum Beispiel Momentum, Value, Minimum Volatility, oder Quality.
Und was ist das jetzt genau? Um euch die Faktoren beschreiben zu können, liste ich die verschiedene ETFs mit Beispielen auf:
Momentum-ETF Ein Momentum-ETF gewichtet jene Unternehmen stärker, welche sich vom Kursverlauf in den vergangenen 12 Monaten besser entwickelt haben als der Durchschnitt. Frei nach dem Motto "the trend is your friend" setzt diese Strategie darauf, das sich der positive Trend fortführt. Zum Beispiel über den Xtrackers MSCI World Momentum UCITS ETF - 1C USD ACC ETF (WKN: A1103G)  schreibt die Comdirect:
"Ziel des Fonds ist es, die Wertentwicklung des…

Das Allweather-Portfolio von Ray Dalio

Heute stelle ich Euch das Allweather-Portfolio von Ray Dalio vor.
Ray Dalio ist ein bekannter Hedgefondsmanager und Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates. Er zählt zu den reichsten Menschen der Welt.

Um bei jeder Börsenphase ein "ruhiges" Depot zu haben, entwickelte Ray Dalio das Allweather-Portfolio. Er geht davon aus, dass vier Dinge den Vermögenswert beeinflussen:
Inflation, Deflation, steigendes Wirtschaftswachstum und rückläufiges Wirtschaftswachstum.
Ausgehend davon meint er, dass wir vier Jahreszeiten in der Wirtschaft haben:
Höhere Inflation als erwartet, niedriger Inflation als erwartet, ein Wirtschaftswachstum, das höher als erwartet ausfällt, ein geringeres Wirtschaftswachstum als erwartet.
Das Allweather-Portfolio soll in guten und schlechten Börsenphasen so wenig Volatilität wie möglich aufweisen.Laut lazyportfolioetf.com erzielte das Allweather-Portfolio in den letzten 10 Jahren eine jährliche Rendite von 7,79% mit einem maximalen Drawdown von 6,9…

Die Risikoklassen der Geldanlage

Um herauszufinden, welche Anlagemöglichkeit für jemanden auf Hinblick der Risikobereitschaft geeignet ist, gibt es eine Aufteilung in verschiedene Risikoklassen. Seit 2018 gibt es mit der Umstellung auf MiFID II sieben Risikoklassen, welche die Chancen und Risiken verschiedener Anlageprodukte einstufen sollen.
Auch Finanzberater nutzen diese Risikoklassen zur Einschätzung der Risikobereitschaft ihrer Kunden, oder sollten dies zumindest tun. Um ihrem Gegenüber die richtigen Produkte anbieten zu können, sollte im Beratungsgespräch nach den bisherigen Kenntnissen und Erfahrungen verschiedener Anlageformen des Kunden gefragt werden.
Da es keine eindeutig einheitlichen definierten Risikoklassen gibt, habe ich diese mit mehreren Seiten abgeglichen und nach den meisten Übereinstimmungen folgende Auflistung erstellt:
Risikoklasse 1 = Sicherheit:
Hierzu zählen zum Beispiel Tagesgeld, Festgeld, Bausparverträge.

Risikoklasse 2 = Sicherheitsorientiert:
Das können Kapitallebensversicherungen mit Kapital…

10 ETF-Mythen

ETFs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Mit ihnen lässt sich sehr einfach (auch schon mit kleineren Summen) in die komplette Weltwirtschaft investieren. So ist es zum Beispiel bei vielen Brokern möglich, mit einem MSCI World ACWI ab schon 25 Euro im Monat in rund 2.400 Unternehmen zu investieren. Trotzdem gibt es einige negative Mythen über diese Fonds. Davon möchte ich in diesem Artikel zehn aufzählen und meine persönliche Meinung dazu kundtun.

Mythos 1: Mit einem ETF kann man den Markt nicht schlagen:
Dieser Aussage stimme ich zwar zu, aber habe dennoch einiges dazu zu sagen: Es ist ja völlig logisch, dass ein Index auf den MSCI World den MSCI World nur in seltenen Fällen schlägt. Schließlich spiegelt er diesen ja wieder. Selten gelingt es einigen ETFs durch Wertpapierleihe doch, den Index leicht zu übertrumpfen, aber in der Regel sollte man nicht mehr erwarten, als der Index hergibt.
Außerdem ist erwiesen, dass die meisten Fondsmanager den Markt nicht schlagen, sondern schlecht…

Verbrenn Dir nicht die Finger

Immer wieder liest man in Foren über stark gefallene Aktien und das man sie doch jetzt kaufen sollte, da diese ja nun 50% billiger sind als vor ein paar Wochen noch.

Als 2017 bekannt wurde, dass mit den Bilanzen bei dem Möbelhersteller Steinhoff gemauschelt wurde, brach die Aktie kräftig ein. Während die Aktie am 30. November noch mit 3,47 Euro gehandelt wurde, gab es am 29. Dezember 2017 nur noch 0,315 Euro für eine Steinhoff-Aktie.
In sehr vielen Facebook-Gruppen wurde nach dem Einbruch darüber diskutiert, ob man nicht jetzt, wo die Aktie gefallen ist, (nach-) kaufen sollte. Schließlich ist die Aktie ja jetzt soooo viel billiger und war mal soooo viel teurer. Heute (24.06.2020 ca. 20:00 Uhr) zeigt Google den Wert mit 0,051 Euro an.

Auch bei dem "chinesischen Starbucks" Luckin Coffee wurde Anfang April 2020 eine Bilanzfälschung festgestellt und die Aktie brach ordentlich ein. Wie auf finanztrends.info nachzulesen ist, verlor das Papier zwischenzeitlich 85%.
Auch nach diesem Ere…

FOMO an der Börse

In diesem Artikel möchte ich euch den Begriff FOMO erklären, was FOMO mit der Börse zu tun hat und ob es für einen langfristig investierten Buy-and-Hold-Anleger überhaupt relevant ist.
FOMO steht für "fear of missing out", also die Angst, etwas zu verpassen.
Der Psychologe und Verhaltensforscher Dan Ariely von der Duke University in North Carolina bezeichnet FOMO als die Angst, durch das Treffen falscher Entscheidungen, wie man seine Zeit verbringt, die beliebtesten Partys, die lustigsten Aktionen oder die besten Erfahrungen zu verpassen.
Für FOMO in Verbindung mit digitalen Medien kann man soziale Netzwerke als Beispiel nehmen. Auch hier erleiden immer mehr Menschen den Zwang, stehts auf dem Laufenden zu sein, stundenlang in Facebook die Statusupdates der Freunde zu checken oder durch Twitter und Instagram zu stöbern.
Verhaltensforscher gehen davon aus, dass die Angst, etwas zu verpassen, auch durch soziale Netzwerke steigt. Laut Wikipedia tritt FoMO sowohl bei Menschen auf, d…

Depot entsparen

Die meisten von uns besparen fleißig ihre ETFs, um Vermögen aufzubauen und damit für das Alter vorzusorgen. Wer im jungen Alter von zwanzig Jahren anfängt, jeden Monat 150 Euro in ein ETF zu stecken, welcher jährlich sieben Prozent abwirft, hat sich dank Zins und Zinseszins mit 60 ein Vermögen von 372.986,30 Euro aufgebaut. Wer das Ganze nachrechen möchte, oder es mit seiner Anlagezeit und seiner Sparrate ausrechenden möchte, kann dies ganz einfach mit diesem Zinseszinsrecher machen. Doch wie verhält es sich mit dem entsparen, wenn wir dann später mal auf Rente gehen und von unserem ersparten die Rente aufbessern möchten? Darum geht es in diesem Artikel.
Natürlich kann ich nicht sagen, was es in Zukunft für Produkte geben wird, sondern kann nur vom heutigen Stand ausgehen. Wer weiß, ob es später noch andere Möglichkeiten gibt. Um die Rechnungen einfach zu halten, rechne ich die anfallenden Steuern und Depotgebühren nicht mit ein. Zum einen würde es die Veranschaulichung negativ beeinflu…

Warum du niemanden sagen solltest, worin er investieren sollte

Es wird in verschiedenen Foren immer wieder um Mithilfe zur Hilfe gebeten. Öfter habe ich schon Fragen gelesen wie: "Meine Eltern haben eine größere Summe Geld einfach so auf dem Girokonto liegen. Endlich habe ich sie überredet, das Geld in ETFs anzulegen. Was meint ihr, ist der richtige ETF für meine Eltern?" oder: "Da meine Freundin sich nicht für das Geldanlegen interessiert, nehme ich das jetzt in die Hand. Ich weiß auch schon, welchen ETF ich für sie nehmen möchte, aber wollte trotzdem euch nach euren Vorschlägen fragen." Persönlich finde ich diese Fragen so brisant, dass ich denke, das man auch hierüber mal ein paar Zeilen schreiben sollte:

Als erstes möchte ich festhalten, dass ich mit diesem Artikel niemanden verurteilen möchte oder besserwisserisch von oben herab wirken möchte.
Ich finde es wirklich sehr lobenswert, wenn man anderen Leuten hilft, deren finanzielle Bildung zu erweitern. Aber wenn ich jemanden "überreden" oder überzeugen muss, sind d…

Market-Timing

Unter Market-Timing versteht man die zeitliche Abstimmung seiner Investitionen. Wer Market-Timing betreibt, geht nicht einfach so zu jedem Zeitpunkt in den Markt (also an die Börse), sondern versucht einen günstigen Einstiegspunkt zu finden um einzusteigen. Außerdem wird er auch aus einem seiner Meinung nach überkauften Markt wieder raus gehen und auf den nächsten günstigen Einstiegspunkt warten. Damit versucht der Market-Timing-Investor den Markt zu schlagen, also eine bessere Rendite zu erzielen, als ob er die ganze Zeit und bei jeder Börsenphase im Markt gewesen wäre.

Abgesehen von den Steuern und den Transaktionskosten, die bei jedem Kauf und Verkauf anfallen, ist es gar nicht mal so einfach, den perfekten Zeitpunkt zum einsteigen oder aussteigen zu finden.
Auf der Seite dasinvestment.com ist über eine Studie aus den USA zu lesen, welche ergeben hat, dass eine Investition als Buy-and-Hold-Anleger (also ohne zwischendurch zu kaufen oder verkaufen) von 100.000 US-Dollar in einen Fonds…

Wie entsteht der ETF-Preis?

Vielen wird sicher schon aufgefallen sein, das verschiedene ETFs auf den gleichen Index verschiedene Preise haben. Als Beispiel nehmen wir mal den MSCI World. So kostete der Xtrackers MSCI World UCITS ETF - 1C USD ACC ETF am 07. Mai 2020 um ca. 16:10 Uhr 55,61 €, während der Amundi MSCI World UCITS ETF EUR (C) 280,64 € kostete.
Aber wie kann das sein? Ist jetzt der Amundi zu teuer, oder der Xtrackers ein Schnäppchen? Genau das möchte ich in diesem Artikel klären.
Aber bevor ich zu der Preisentwicklung eines ETFs komme, möchte ich erwähnen, das der Preis völlig irrelevant ist. Bei einem MSCI World ETF profitieren wir ja von der Entwicklung der Weltwirtschaft. Wenn die Weltwirtschaft in einem Jahr im Durchschnitt um 6% - 7% steigt, ist es doch egal, ob der ETF, den ich gerade bespare 10 €, 100 € oder 1.000 € kostet, denn die Kurse steigen und sinken ja prozentual. Wenn ich 10.000 Euro anlege, ist es egal, ob ich 100 Anteile von einem ETF bekomme, welcher 100 Euro kostet, oder 1.000 Antei…